Viele hochsensible Mütter fragen sich:
„Warum halte ich so wenig aus, wenn andere Mütter scheinbar alles wegstecken?
Stimmt mit mir was nicht?“
Die Antwort ist einfach:
Dein Nervensystem arbeitet feiner, intensiver und aufmerksamer – und genau deshalb bist du schneller überreizt.
Das ist keine Schwäche.
Aber es braucht einen anderen Umgang.
Hochsensibilität im Mama-Alltag
Hochsensible Mütter nehmen mehr Reize wahr (und auch noch oft gleichzeitig ...).
Geräusche, Stimmungen, Gerüche, Emotionen der Kinder.
Das führt dazu, dass:
- lautes Spielen wie ein Donnerschlag wirkt,
- Streit zwischen den Kindern dich innerlich zerreißt,
- selbst kleine Unterbrechungen wie Dauerstress empfunden werden.
Was für andere „normaler Familienalltag“ ist,
kann sich für dich anfühlen wie Dauerbeschallung. Das ist kein „zu empfindlich sein“ – es ist ein anderes Nervensystem!
Die Folgen von Dauer-Überreizung
Wenn du deine Grenzen immer wieder ignorierst, reagiert dein Körper mit:
- Gereiztheit und Wut
- Erschöpfung oder Rückzug
- Schuldgefühlen, weil du „nicht belastbar genug“ bist
Das Problem: Viele Mütter denken, mit ihnen sei etwas falsch.
Viele glauben dann, sie müssten härter werden.
Oder sich besser organisieren.
Oder einfach „mehr aushalten“.
In Wahrheit fehlt ihnen nur ein Nervensystem-freundlicher Alltag.
3 Wege, deine Grenzen im Mama-Alltag zu schützen
1. Reizpausen einbauen
Plane bewusst stille Momente ein – auch nur 5 Minuten Atemübungen im Bad können dein Nervensystem resetten.
2. Rituale für Stabilität
Ein festes Abendritual mit Duft, Kerze oder Journaling signalisiert deinem Körper: „Jetzt darfst du runterfahren.“
3. Grenzen klar kommunizieren
Sag offen: „Ich brauche 10 Minuten Pause.“ – Deine Kinder lernen dadurch, dass Selbstfürsorge normal ist.
Eine wichtige Erfahrung aus dem Magazin
Hochsensible Mütter sind keine „zu dünnhäutigen Frauen“.
Sie sind Frauen mit einer feinen Antenne.
Was sie brauchen, ist nicht mehr Disziplin –
sondern mehr Sicherheit für ihr Nervensystem.
Wenn dein Nervensystem gerade mehr braucht als Worte
Wenn du beim Lesen gemerkt hast,
dass dein Körper eigentlich Ruhe bräuchte
– nicht noch einen weiteren Gedanken –
dann findest du bei Praxis Liebenswert kostenlose Quiet Rooms.
Das sind stille Audio-Räume,
in denen dein Nervensystem für ein paar Minuten landen darf.
Kein Coaching.
Keine Anleitung.
Kein Müssen.
Nur Raum.
👉 Einen solchen Raum kannst du hier öffnen
(kostenlos & jederzeit nutzbar)
FAQ: Hochsensibilität & Mama-Alltag
1. Warum sind hochsensible Mütter schneller überreizt?
Weil ihr Nervensystem Reize intensiver verarbeitet und dadurch schneller an die Belastungsgrenze kommt.
2. Ist Hochsensibilität ein Nachteil im Mama-Alltag?
Nein – sie bringt viel Empathie und Intuition mit, solange du deine Grenzen schützt.
3. Wie erkenne ich, dass ich überreizt bin?
Wenn kleine Auslöser starke Emotionen hervorrufen oder du dich ständig erschöpft fühlst.
4. Was hilft sofort gegen Überreizung?
Kurze Pausen, Atemübungen, ein Duftanker oder ein klarer Rückzugsmoment.
5. Wie kann ich langfristig meine Reizschwelle erhöhen?
Mit Nervensystem-Regulation, Routinen, klarer Kommunikation und Selbstfürsorge.
📌Wenn du noch tiefer in dieses Thema eintauchen möchtest,
lies auch meinen Artikel
"Warum hochsensible Frauen ihre Energie schützen sollten..."
– dort findest du zusätzliche Impulse.
oder erfahre mehr über
(wird am 15.01.26 veröffentlicht)
👉Dieser Artikel ist Teil der Serie: "Frag Liebenswert: Weil keine Frage zu sensibel ist"
Alle Artikel findest du hier
Dieser Artikel wurde verfasst von Bettina Müller-Farné, Herausgeberin des Liebenswert Magazins.
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