
Ich atme tief durch, bevor ich diese Zeilen schreibe.
Denn es ist ein Thema, über das kaum jemand laut spricht – und doch erhalte ich immer häufiger Nachrichten von Müttern, die mir genau das anvertrauen:
„Ich liebe mein Kind – aber ich bereue es, Mutter geworden zu sein.“
Diese Worte treffen mitten ins Herz.
Sie klingen nach Scham, nach Verzweiflung, nach Mut – und nach einer Wahrheit, die viel mehr Frauen betrifft, als wir ahnen.
Regretting Motherhood – was bedeutet das?
Der Begriff wurde durch eine israelische Studie bekannt.
Er beschreibt das Bedauern, Mutter geworden zu sein.
Nicht, weil das Kind nicht geliebt wird – im Gegenteil.
Sondern weil die Rolle als Mutter sich überwältigend, einschränkend, ja manchmal sogar wie ein Gefängnis anfühlt.
Besonders hochsensible Frauen schreiben mir, dass sie:
- die ständige Reizüberflutung kaum aushalten
- ihre Freiheit und ihr „altes Ich“ vermissen
- sich innerlich schuldig fühlen, weil sie nicht die Mutter sind, die sie sein wollten
- ambivalente Gefühle haben: Liebe und Überforderung gleichzeitig
Und während sie innerlich kämpfen, halten sie nach außen das Bild aufrecht: „Alles gut. Ich komme schon klar.“
Warum hochsensible Mütter so stark betroffen sind
Das hochsensible Nervensystem nimmt jede Kleinigkeit intensiver wahr – Lärm, Stress, Erwartungen.
Was für andere Mütter vielleicht „nur anstrengend“ ist, kann für HSP wie eine Dauerüberlastung wirken.
Dazu kommen die typischen Gedanken:
- „Bin ich undankbar?“
- „Was stimmt nicht mit mir?“
- „Alle anderen schaffen das doch auch …“
Doch die Wahrheit ist: nicht du bist falsch – das System ist es.
Mütter, gerade hochsensible, tragen eine Last, für die es viel zu wenig Räume, Verständnis und Unterstützung gibt.
Darf man Mutterschaft bereuen?
Ja.
Denn Gefühle sind ehrlich.
Sie sind nicht gefährlich – sie zeigen nur, dass etwas nicht stimmt.
„Regretting Motherhood“ bedeutet nicht, dass du dein Kind nicht liebst.
Es bedeutet, dass dein System nach Veränderung schreit.
Und jetzt?
Viele meiner Leserinnen haben mich gefragt: „Bettina, kannst du dazu nicht ein Programm entwickeln?“
Etwas, das speziell hochsensible Mütter stärkt, ihnen Strategien gibt, ihre Schuldgefühle auflöst und neue Wege zeigt, wie sie Muttersein leben können – ohne sich selbst zu verlieren.
Ich denke gerade intensiv darüber nach.
Aber bevor ich irgendetwas ins Leben rufe, möchte ich dich fragen:
👉 Was würde dir wirklich helfen?
👉 Was bräuchtest du in einem solchen Programm?
👉 Welche Unterstützung würdest du dir wünschen?
Kommentarfeld = deine Stimme + Warteliste
Deshalb habe ich hier ein Kommentarfeld eingerichtet:
- Schreibe mir dort deine Ideen, deine Wünsche, deine Sehnsucht.
- Dein Kommentar zählt automatisch als Eintrag auf die Warteliste.
- So erfährst du als Erste, wenn dieses Programm tatsächlich Realität wird.
- Wichtig: Dein Kommentar ist nicht öffentlich sichtbar. Deine Nachricht erreicht nur mich persönlich!
💌 Dein Kommentar kann der erste Schritt zu einem Programm sein,
das vielen hochsensiblen Müttern endlich den Druck nimmt.
Und du hilfst mit, dass wir alle offener über diese Tabus sprechen dürfen.
Genug geschwiegen.
Wenn du Mut hast, deine Wahrheit zu teilen, dann JETZT...
Dein nächster Schritt
Weil das Thema so wichtig ist, habe ich diese Blogserie „Regretting Motherhood“ gestartet
In den nächsten Artikeln spreche ich darüber:
- warum das Idealbild von Mutterschaft uns krank macht,
- wie Schuld und Scham entstehen – und wie du sie lösen kannst,
- welche Wege dir helfen, wieder bei dir selbst anzukommen,
- und warum es schon beim Kinderwunsch heilsam ist, ehrlich über Ängste zu sprechen.
Eine Übersicht der Artikel findest du hier.

Kommentar hinzufügen
Kommentare