Warum wiederholte Fehlgeburten passieren

Veröffentlicht am 24. März 2026 um 07:30

Viele Frauen stellen sich nach einer Fehlgeburt dieselbe leise Frage:

 

Bin ich schuld daran? 

 

Die kurze Antwort: Nein.

 

Und gleichzeitig ist der Weg zur echten Klarheit oft komplexer (und leiser), als viele denken.

Wenn du gerade wenig Kraft hast zu lesen

 

Vielleicht bist du gerade an einem Punkt, an dem alles zu viel ist.

Dann nimm dir nur das hier mit:

 

Wiederholte Fehlgeburten sind kein persönliches Versagen...auch wenn es sich genau so anfühlt.
In den meisten Fällen liegen medizinische Ursachen zugrunde, die Frauen weder beeinflussen noch verhindern können. Du musst nicht einfach weiter abwarten, wenn sich das für dich nicht mehr stimmig anfühlt. Und du darfst dir Unterstützung holen – medizinisch und emotional.

 

Dieser Artikel basiert auf einem Interview mit der Gynäkologin Dr. Katharina Spies, medizinische Leitung einer internationalen Kinderwunschklinik (Vida Fertility).

Wenn du dir einen ersten Überblick über mögliche nächste Schritte wünschst, findest du hier eine medizinische Einordnung und weiterführende Informationen:

👉 Mehr Informationen bei Vida Fertility

 

Du kannst später jederzeit tiefer in den Artikel einsteigen.

 

Dieser Artikel ist für dich, wenn du dich in einem dieser Punkte wiederfindest…

 

  • du eine oder mehrere Fehlgeburten erlebt hast
  • du Antworten suchst – medizinisch und emotional
  • du spürst, dass „abwarten“ sich nicht mehr richtig anfühlt

 

Warum manche Frauen mehrere Fehlgeburten erleben und wie sie medizinische Klarheit finden können 

 

Über Ursachen, Diagnostik und warum emotionale Unterstützung Teil guter Medizin ist.

 

Es gibt Sätze, die Frauen nach einer Fehlgeburt immer wieder hören.

 

„Das kommt häufig vor.“

„Beim nächsten Mal klappt es bestimmt.“

„Versuchen Sie es einfach noch einmal.“

 

Manche dieser Sätze sind gut gemeint und hinterlassen dennoch bei vielen Frauen ein Gefühl von Leere. Denn hinter jeder Fehlgeburt steht nicht nur ein medizinisches Ereignis.

Es steht eine Hoffnung, die bereits begonnen hatte zu wachsen.

Ein Körper, der sich bereits verändert hat.

Und eine Zukunft, die für einen Moment sehr real geworden war.

 

Warum Fehlgeburten manchmal nicht einmal passieren – sondern mehrfach

 

Eine Fehlgeburt ist medizinisch gesehen ein häufiges Ereignis. Schätzungen zufolge endet etwa jede fünfte bestätigte Schwangerschaft in den ersten Wochen. Viele dieser Verluste geschehen sehr früh – manchmal noch bevor eine Frau überhaupt weiß, dass sie schwanger war.

Doch wenn eine Fehlgeburt nicht die einzige bleibt, verändert sich die Situation.

Viele Frauen beschreiben, dass nach dem zweiten oder dritten Verlust eine neue Art von Unsicherheit entsteht. Gleichzeitig erleben viele Frauen auch gesellschaftliche oder rechtliche Verunsicherung rund um das Thema Fehlgeburt – ein Aspekt, der lange kaum öffentlich besprochen wurde.  Die Trauer über das verlorene Kind bleibt, aber hinzu kommt eine zweite Frage, die oft schwerer zu beantworten ist: 

 

Warum passiert das immer wieder?

 

In der medizinischen Fachsprache spricht man von wiederholtem Schwangerschaftsverlust oder recurrent pregnancy loss (RPL). 

Die Definitionen unterscheiden sich je nach Land und Leitlinie. In Deutschland orientiert sich die klassische Definition häufig an drei aufeinanderfolgenden Fehlgeburten. Europäische Fachgesellschaften wie die European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) weisen jedoch darauf hin, dass bereits nach zwei Verlusten eine genauere medizinische Abklärung sinnvoll sein kann - besonders wenn weitere Risikofaktoren vorliegen.

 

Wichtig ist dabei eine Erkenntnis, die viele Frauen entlasten kann:

Wiederholte Fehlgeburten sind fast nie die Folge eines Fehlers der Frau.

In den meisten Fällen handelt es sich um medizinische Ursachen, die sich teilweise erklären – und manchmal auch behandeln – lassen.

Mehr Hintergründe zu emotionalen und körperlichen Dynamiken im Kinderwunsch findest du auch im Themenbereich Kinderwunsch & Nervensystem.

Für diesen Artikel hat Praxis Liebenswert der Gynäkologin Dr. Katharina Spies mehrere Fragen zu wiederholten Fehlgeburten gestellt. Sie begleitet seit vielen Jahren Frauen, die nach wiederholten Schwangerschaftsverlusten nach Antworten suchen – medizinisch, aber auch emotional.

Im Interview erklärt Frau Dr. Spies, warum Fehlgeburten häufig durch chromosomale Veränderungen entstehen, welche Diagnostik wirklich sinnvoll ist, wann eine genauere Abklärung sinnvoll sein kann, und warum emotionale Stabilität im Kinderwunsch kein „Extra“, sondern Teil guter Medizin ist.

Denn zwischen medizinischer Diagnostik und persönlicher Hoffnung liegt oft ein Raum, der in vielen Gesundheitssystemen zu wenig Beachtung bekommt:

der Raum, in dem Frauen versuchen, ihrem Körper wieder zu vertrauen.

 

Und genau dort beginnt für viele der schwierigste (und zugleich wichtigste) Teil des Weges.

Dr. Katharina Spies, Medizinische Leitung Vida Fertility

Dr. Katharina Spies, Gynäkologin und medizinische Leitung bei Vida Fertility.

Sie begleitet seit vielen Jahren Frauen mit wiederholten Schwangerschaftsverlusten.

Foto: Vida Fertility

 

Interview: „Wiederholte Fehlgeburten sind kein persönliches Versagen“

 

Dr. Spies, viele Frauen geben sich nach einer Fehlgeburt selbst die Schuld.

Was sollten sie als Erstes wissen?

 

Dr. Spies:

Das Erste, was ich vielen Frauen sage, ist ein Satz, den sie viel früher hören sollten:

Wiederholte Fehlgeburten sind kein Zeichen dafür, dass dein Körper „kaputt“ ist oder dass du als Frau versagt hast. Es handelt sich um eine medizinische und emotionale Krise.

Und wie jede medizinische Situation verdient sie strukturierte Versorgung und ehrliche Informationen. Nicht nur vage Durchhalteparolen.

 

Wenn wir von wiederholtem Schwangerschaftsverlust sprechen, meinen wir ein Muster von Verlusten. Die Definitionen unterscheiden sich zwischen Ländern und Fachgesellschaften. In Deutschland basiert die klassische Definition häufig auf drei aufeinanderfolgenden Fehlgeburten, aber auch hier wird anerkannt, dass eine gründliche Abklärung bereits nach zwei Verlusten sinnvoll sein kann – abhängig von Alter, Vorgeschichte und weiteren Faktoren.

Klinisch gesehen ist das Etikett weniger entscheidend als eine andere Frage:

Können wir einen behandelbaren Faktor identifizieren, der die Chancen verbessert?

 

Für viele Frauen fühlt sich dieser Moment widersprüchlich an:

Es gibt medizinische Erklärungen und gleichzeitig bleibt oft das Gefühl, dass trotzdem nichts wirklich greifbar ist....weil sie Antworten suchen – aber gleichzeitig Angst haben, was sie bedeuten könnten.

 

Und genau hier beginnt für viele Frauen die eigentliche Unsicherheit.

 

 

Was medizinisch hinter wiederholten Fehlgeburten stehen kann

 

Welche medizinischen Ursachen spielen bei wiederholten Fehlgeburten am häufigsten eine Rolle und wie können Frauen Klarheit gewinnen?

 

Dr. Spies:

Mehr Diagnosen sind nicht automatisch besser. Die beste Versorgung ist evidenzbasiert und schützt Patientinnen vor teuren Umwegen und falschen Hoffnungen.

Gleichzeitig gibt es medizinische Faktoren, die bei wiederholten Fehlgeburten eine Rolle spielen können. Dazu gehören vor allem genetische Veränderungen im Embryo (sogenannte Aneuploidien), strukturelle Besonderheiten der Gebärmutter, hormonelle Faktoren wie Schilddrüsenstörungen sowie Gerinnungs- oder Autoimmunerkrankungen wie das Antiphospholipid-Syndrom.

 

Auch genetische Besonderheiten bei einem der Elternteile – etwa balancierte Translokationen – sowie zunehmend beachtete männliche Faktoren, wie eine erhöhte DNA-Fragmentierung der Spermien, können eine Rolle spielen.

 

Ein wichtiger Punkt dabei: Selbst mit moderner Diagnostik bleibt die Ursache bei vielen Paaren unklar. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Handlungsmöglichkeiten gibt.

 

Und genau hier entsteht aber oft die eigentliche Unsicherheit:

Nicht, dass es keine Erklärungen gibt. Sie fühlen sich nicht immer eindeutig an.

 

Dr. Spies erklärt:

„Unerklärlich" bedeutet nicht "unbehandelbar" oder "hoffnungslos". 

Es bedeutet, dass wir uns auf drei Dinge konzentrieren:

  • die allgemeine Gesundheit zu optimieren
  • einen strukturierten medizinischen Plan zu erstellen
  • und Interventionen zu wählen, die evidenzbasiert sind

 

Viele Frauen kommen mit einem Ordner voller Befunde zu mir. Sie haben zahlreiche Tests gemacht, aber niemand hat die Geschichte zusammengesetzt. Klarheit entsteht oft nicht durch mehr Daten, sondern durch die richtigen Daten, in der richtigen Reihenfolge und eine ehrliche Interpretation.

 

 

Wann kann eine zweite Meinung oder Behandlung im Ausland sinnvoll sein?

 

Nicht jede Frau, die über eine Behandlung im Ausland nachdenkt, sucht automatisch mehr Medizin. Oft geht es um etwas anderes: um Klarheit, Tempo, Einordnung und um das Gefühl, in einem hochsensiblen Prozess nicht weiter gegen ein System arbeiten zu müssen, das sich nicht mehr passend anfühlt.

 

Dr. Spies beschreibt mehrere Situationen, in denen eine zweite Meinung oder Behandlung im Ausland sinnvoll sein kann.

 

1. Wenn du zwei Verluste erlebt hast und trotzdem nur hörst: „Versuchen Sie es einfach noch einmal.“

 

Offiziell wird in Deutschland häufig erst nach drei aufeinanderfolgenden Fehlgeburten von wiederholtem Schwangerschaftsverlust gesprochen. Gleichzeitig sehen Leitlinien auch vor, dass eine genauere Abklärung bereits nach zwei Verlusten sinnvoll sein kann – vor allem dann, wenn Alter, Zeitdruck oder weitere Risikofaktoren eine Rolle spielen.

Wenn du also innerlich längst spürst, dass noch mal abwarten sich nicht mehr stimmig anfühlt, ist das kein Überreagieren. Es kann ein Zeichen dafür sein, dass deine Situation jetzt eine umfassendere Einordnung braucht.

 

2. Wenn Zeitdruck entsteht.

 

Besonders für Frauen ab 35 oder bei eingeschränkter Eierstockreserve kann jeder Monat relevant werden. Selbst ein gut gemeintes medizinisches System kann belastend werden, wenn es sich sehr langsam bewegt. Viele Frauen erleben genau hier, dass ihr Stress nicht nur aus dem Kinderwunsch selbst entsteht, sondern aus dem Gefühl, dass wichtige Zeit vergeht, ohne dass sie wirklich Klarheit bekommen.

 

3. Wenn bestimmte Optionen in Deutschland eingeschränkt oder nicht zugänglich sind.

 

Dazu gehören zum Beispiel bestimmte genetische Teststrategien im Rahmen einer IVF oder die Möglichkeit einer Eizellspende, die in Deutschland gesetzlich nicht erlaubt ist.

Solche Entscheidungen sollten niemals aus Druck heraus getroffen werden. Aber Frauen dürfen wissen, welche Wege medizinisch anderswo möglich sind – gerade dann, wenn sie eine komplexe Vorgeschichte mitbringen.

 

4. Wenn du Kontinuität brauchst statt immer neuer Einzeltermine.

 

Manche Frauen suchen nicht in erster Linie nach anderer Technologie, sondern nach einer anderen Form von Begleitung.

Sie wünschen sich:

  • längere Beratungsgespräche
  • einen klaren Schritt-für-Schritt-Plan
  • und das Gefühl, als Person gesehen zu werden - nicht nur als Akte

Dieser menschliche Faktor ist nicht „weich“. Er kann medizinisch relevant sein, weil er Panikentscheidungen reduziert, die Zusammenarbeit verbessert und Paaren hilft, trotz Unsicherheit stabil zu bleiben.

 

5. Wenn dein Nervensystem dauerhaft im Alarmmodus ist.

 

Wenn du nachts nicht mehr abschalten kannst, ständig recherchierst, Entscheidungen sich bedrohlich anfühlen und jeder neue Zyklus eher wie eine Belastung als wie Hoffnung wirkt, dann ist das keine Schwäche. Es ist Neurobiologie.

Gerade nach wiederholten Verlusten brauchen viele Frauen nicht noch mehr Druck, sondern ein Versorgungskonzept, das auch emotional tragbar ist: klare Kommunikation, koordinierte Schritte und ein realistisches Tempo.

Einige internationale Zentren beginnen deshalb bewusst mit einer strukturierten medizinischen Zweitmeinung: Die bisherige Diagnostik wird noch einmal vollständig eingeordnet, Überflüssiges aussortiert und ein Plan entwickelt, der sowohl medizinisch fundiert als auch emotional überhaupt tragbar ist. Allein das kann vielen Frauen das Gefühl zurückgeben, wieder Boden unter den Füßen zu spüren.

 

An diesem Punkt verändert sich etwas – oft leise, aber spürbar.

 

 

Welche diagnostischen Möglichkeiten können im Ausland eine Rolle spielen?

 

Im internationalen Vergleich unterscheiden sich nicht nur die Behandlungswege, sondern auch die diagnostischen Möglichkeiten. Besonders bei wiederholten Fehlgeburten stellen sich viele Frauen die Frage, ob es im Ausland zusätzliche Optionen gibt.

 

Dr. Spies ordnet das so ein:

Mehr Diagnostik ist nicht automatisch besser. Entscheidend ist, ob eine Untersuchung tatsächlich eine therapeutische Konsequenz hat oder eine Entscheidung klarer macht.

Dr. Spies weist darauf hin, dass es im Ausland je nach Land, Klinikstruktur und rechtlichem Rahmen diagnostische Möglichkeiten geben kann, die in Deutschland nicht immer in gleicher Weise zugänglich sind.

 

Genetische Teststrategien im Rahmen einer IVF

 

In bestimmten Fällen kann im Rahmen einer IVF-Behandlung auch die genetische Untersuchung von Embryonen eine Rolle spielen. Verfahren wie die Präimplantationsdiagnostik (PGT/PID) sind in Deutschland rechtlich stärker eingeschränkt und an klare Voraussetzungen gebunden.

In anderen Ländern (etwa Spanien) können solche Strategien unter bestimmten medizinischen Bedingungen breiter eingesetzt werden.

Wichtig ist dabei: Diese Verfahren sind keine magische Lösung und nicht für jede Frau sinnvoll. Sie kommen vor allem dann in Betracht, wenn die Vorgeschichte Hinweise darauf gibt, dass chromosomale Veränderungen eine relevante Rolle spielen könnten, z.B. bei altersbedingter Aneuploidie oder nach wiederholten Verlusten im IVF-Kontext.

Weitere Informationen zu diesen genetischen Verfahren stellt Vida Fertility hier zur Verfügung.

 

Erweiterte Gebärmutterdiagnostik

 

Internationale Programme kombinieren teils häufiger verschiedene Untersuchungen, um die Gebärmutter genauer zu beurteilen.

Dazu können gehören:

  • hochauflösender oder 3D-Ultraschall
  • Kochsalzinfusionssonographie
  • diagnostische oder operative Hysteroskopie
  • in Einzelfällen auch weiterführende Untersuchungen der Gebärmutterschleimhaut

 

Erweiterungen beim männlichen Faktor

 

Auch die Untersuchung der Spermien-DNA-Fragmentierung wird in manchen Zentren häufiger in die Abklärung einbezogen, vor allem dann, wenn sonst keine klare Ursache gefunden wurde.

 

Dr. Spies betont ausdrücklich, dass nicht alle verfügbaren Tests automatisch sinnvoll sind:

Einige Untersuchungen werden international angeboten, haben aber laut aktuellen Leitlinien keinen nachgewiesenen Nutzen für die Behandlung wiederholter Fehlgeburten.

Dazu zählen insbesondere umfangreiche Immunologie-Panels, die zwar häufig diskutiert werden, deren Aussagekraft für konkrete Therapieentscheidungen jedoch begrenzt ist.

 

Und genau an diesem Punkt merken viele Frauen:

Es geht nicht nur darum, was möglich ist – sondern auch darum, was sich überhaupt noch stimmig anfühlt.

 

Warum dein Körper nach Verlust nicht einfach „weitermacht“

 

Neben der medizinischen Perspektive gibt es eine zweite Ebene, die im Kinderwunsch häufig unterschätzt wird: die neurobiologische Verarbeitung von Verlust und Unsicherheit.

 

Viele Frauen berichten nach einer Fehlgeburt von einem Zustand dauerhafter Alarmbereitschaft. 

Sie schlafen schlechter.

Sie überprüfen ständig ihren Körper.

Sie recherchieren nachts im Internet nach neuen Informationen.

Diese Reaktionen sind keine Überempfindlichkeit.

Sie sind biologisch nachvollziehbare Stressreaktionen des Nervensystems.

 

Wiederholte Verluste können das Nervensystem in einen Zustand dauerhafter Wachsamkeit versetzen. Wenn du merkst, dass dein Körper gerade genau so reagiert –

nicht zur Ruhe kommt, immer wieder überprüft, nicht abschalten kann –

dann ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Nervensystem, das versucht, dich zu schützen.

Manche Frauen nutzen in dieser Phase bewusst ruhige Regulationsräume,

um ihrem Körper wieder Sicherheit zu vermitteln – Schritt für Schritt, ohne Druck.

 

Eine Wahrheit, die viele Frauen erst spät hören:

Wiederholte Fehlgeburten bedeuten nicht, dass ihr Körper versagt hat.

 

 

Wie wichtig ist emotionale Unterstützung nach wiederholten Fehlgeburten?

 

Dr. Spies:

Emotionale Unterstützung ist kein nettes Extra. Bei der Behandlung von wiederkehrenden Fehlgeburten ist sie Teil der guten Medizin. Viele internationalen Leitlinien betonen ausdrücklich, dass die emotionale Wirkung von Schwangerschaftsverlusten berücksichtigt werden muss und dass Versorgung so organisiert sein sollte, dass Information und unterstützende Begleitung miteinander verbunden sind.

Wiederkehrende Verluste betreffen dabei nicht nur den Körper, sondern mehrere Ebenen gleichzeitig:

  • die Identität („Kann ich meinem Körper vertrauen?“)
  • Beziehungen (unterschiedliche Trauerverläufe, Rückzug, Druck)
  • und die Entscheidungsfähigkeit...besonders dann, wenn das Nervensystem dauerhaft im Überlebensmodus ist"

 

Dr. Spies beschreibt, dass viele Frauen nach mehreren Verlusten in zwei parallelen Realitäten leben:

  • nach außen funktionieren sie weiter, treffen Entscheidungen, wirken stabil
  • innerlich entsteht ein Gefühl von Unsicherheit oder sogar Angst:

„Wenn ich wieder hoffe, werde ich vielleicht wieder enttäuscht.“

 

Dr. Spies erklärt außerdem, dass viele Frauen von einem klaren Unterstützungsrahmen profitieren.

In diesem Zusammenhang wird häufig von einem sogenannten „Unterstützungsdreieck“ gesprochen, das aus drei Elementen besteht:

  • einem medizinischen Plan, den die Frau versteht
  • einer emotionalen Begleitperson oder professionellen Unterstützung
  • und einfachen täglichen Regulationsübungen für das Nervensystem.

 

Dazu können Atemübungen, Spaziergänge, Schreiben oder Gespräche gehören.

Viele internationale Kinderwunschprogramme arbeiten deshalb bewusst auch mit Fachpersonen zusammen, die Frauen emotional begleiten – etwa Therapeutinnen, Coaches oder Expertinnen für Nervensystem-Regulation. Denn emotionale Stabilität ersetzt keine medizinische Behandlung.

Aber sie kann Frauen helfen, die Zeit zwischen Diagnostik, Entscheidungen und einem neuen Schwangerschaftsversuch besser zu tragen.

 

Ein solcher strukturierter Ansatz zeigt sich nicht nur theoretisch, sondern auch in der Arbeit internationaler Kinderwunschkliniken wie Vida Fertility.

 

Und genau hier beginnt oft eine zweite, ebenso wichtige Ebene.

Nach vielen Gesprächen mit hochsensiblen Frauen sehe ich genau diesen Punkt sehr deutlich:

Es geht nicht nur um medizinische Antworten.

Es geht darum, ob sich ein Weg überhaupt noch sicher anfühlt.

 

Viele Frauen stellen genau hier fest, dass Wissen allein nicht reicht.

Dass ihr Körper zwar versteht – aber noch nicht loslassen kann.

Genau für diese Phase entstehen bei Praxis Liebenswert sogenannte Regulationsräume

ruhige, geführte Formate, die nicht erklären, sondern begleiten.

 

Viele Frauen sind nicht erschöpft, weil sie zu wenig tun.

Sie sind erschöpft, weil ihr Nervensystem zu lange zu viel getragen hat.

Ein unterstützender Rahmen bedeutet deshalb nicht nur einen medizinischen Plan. 

Er bedeutet auch ein System, das reguliert, einordnet und Halt gibt.

Nicht mehr Druck, sondern Orientierung.

 

Und vielleicht merkst du genau hier, wie viel Druck eigentlich entstanden ist.

 

 

Die ersten Schritte nach einer Fehlgeburt – was jetzt wirklich zählt

 

Wenn eine Fehlgeburt passiert, geht es nicht sofort um große Entscheidungen.

Für viele Frauen beginnt diese Zeit mit viel grundlegenderen Fragen:

 

Ist mein Körper in Ordnung?

Und wie gehe ich jetzt überhaupt weiter?

 

Dr. Spies beschreibt die ersten Schritte nicht als festen Ablauf, sondern als drei Ebenen, die gleichzeitig wichtig sind:

medizinische Sicherheit, medizinisches Verstehen und emotionaler Schutz.

 

1. Medizinische Sicherheit – die erste, stille Frage: „Ist mein Körper stabil?“

 

Nach einer Fehlgeburt steht zunächst nicht der Kinderwunsch im Vordergrund, es geht um die körperliche Sicherheit.

Dazu gehört:

  • dass Blutungen und Schmerzen im erwartbaren Rahmen liegen
  • dass keine Anzeichen für eine Infektion bestehen
  • und dass die Fehlgeburt medizinisch vollständig abgeschlossen ist

Je nach Situation werden dafür Ultraschalluntersuchungen durchgeführt und manchmal auch der hCG-Wert weiter kontrolliert.

 

Ein Punkt, der oft übersehen wird:

Ob Gewebe für eine genetische Untersuchung gesichert wurde.

In bestimmten Fällen kann das später wichtige Hinweise geben.

 

2. Medizinisches Verstehen – aus einer Erfahrung langsam Klarheit entwickeln

 

Nicht jede Fehlgeburt erfordert sofort eine umfassende Diagnostik.

Wenn es sich um einen ersten Verlust handelt, ist in vielen Fällen zunächst keine vollständige Abklärung notwendig.

Und gleichzeitig erleben viele Frauen genau hier einen inneren Konflikt:

Sie wollen verstehen, aber nicht in einer Flut aus Untersuchungen untergehen.

Ein strukturierter medizinischer Blick bedeutet deshalb nicht „mehr Tests“,

sondern die richtigen Fragen zur richtigen Zeit.

 

Dazu gehört z. B.:

  • eine genaue Einordnung der bisherigen Schwangerschaft(en)
  • gezielte, evidenzbasierte Untersuchungen (z. B. Gebärmutter, Gerinnung, Schilddrüse)
  • und ebenso wichtig: die bewusste Entscheidung, was nicht weiterverfolgt werden sollte

Viele Frauen erleben genau hier zum ersten Mal etwas Entscheidendes:

Das Gefühl, dass ihre Geschichte wirklich verstanden wird und nicht nur abgearbeitet.

 

Wenn du tiefer verstehen möchtest, warum trotz unauffälliger Befunde oft Unsicherheit bleibt, findest du hier eine ausführliche Einordnung zu der Frage, warum manche Frauen nicht schwanger werden, obwohl medizinisch alles in Ordnung scheint.

 

3. Emotionaler Schutz – der Teil, den viele Systeme unterschätzen

 

Die Zeit nach einer Fehlgeburt ist nicht nur medizinisch sensibel,

sie ist auch emotional verletzlich. Und genau dieser Teil wird im medizinischen Alltag oft zu wenig berücksichtigt.

Dr. Spies betont deshalb, wie wichtig ein unterstützender Rahmen ist:

  • ein Nachgespräch ohne Zeitdruck
  • Raum für Fragen – auch für die, die sich immer wiederholen
  • und die Möglichkeit, einen persönlichen Abschluss zu finden

 

Denn viele Fragen, die Frauen in dieser Phase haben, wirken nach außen vielleicht „zu viel“.

In Wirklichkeit sind sie aber etwas anderes: Der Versuch, wieder Sicherheit zu finden.

 

Einige Frauen finden hier auch kleine, persönliche Wege, um das Erlebte zu verarbeiten –

ein Brief, ein stiller Moment, ein Ritual.

Nicht, um „loszulassen“.

Um sich selbst wieder ein Stück näher zu kommen.

 

 

Was dabei oft übersehen wird

 

Das Ziel ist nicht nur ein neuer Plan.

Es ist, dass eine Frau wieder das Gefühl bekommt, in ihrem eigenen Körper sicher zu sein.

Und genau deshalb reicht medizinisches Wissen allein oft nicht aus.

Es braucht manchmal auch einen Raum, in dem das Nervensystem überhaupt wieder zur Ruhe kommen darf.

 

 

 

Hoffnung braucht mehr als Durchhalteparolen

 

Dr. Spies, welche Botschaft würden Sie einer Frau mitgeben, die gerade einen weiteren Verlust erlebt hat?

 

"Wenn ich mich für einen Moment neben sie setzen könnte, würde ich sagen:

 

Das ist nicht deine Schuld. Und das ist nicht das Ende deiner Geschichte,

auch wenn es sich gerade so anfühlt.

 

Frauen dürfen trauern. Sie dürfen wütend sein, erschöpft oder leer. Und wenn irgendwann der Moment kommt, an dem sie wieder nach vorne schauen möchten, beginnt der nächste Schritt oft ganz unspektakulär:

Ein Gespräch.

Ein Plan.

Ein Arzt oder ein Team, das zuhört."

 

Dr. Spies formuliert es so:

"Das Ziel ist nicht nur eine Schwangerschaft.

Das Ziel ist sichere, unterstützte Hoffnung.

Frauen müssen sich nicht sicher fühlen. Sie müssen sich begleitet fühlen."

 

Das ist oft der entscheidende Unterschied.

Und vielleicht ist genau das der Anfang von Vertrauen

Nicht, dass plötzlich alles wieder leicht ist.

Sondern dass ein Weg entsteht, der sich nicht mehr allein anfühlt.

 

Ein Satz, den viele Frauen in dieser Situation als entlastend erleben:

„Wir gehen das Schritt für Schritt und du musst das nicht allein tragen.“

 

Nicht jede Frage wird sofort beantwortet werden.

Aber viele Frauen erleben, dass Klarheit entsteht, wenn jemand ihre Geschichte wirklich zusammensetzt. Und manchmal ist genau das der Moment, in dem sich der Kinderwunsch wieder ein wenig weniger wie ein Kampf anfühlt und ein wenig mehr wie ein Weg, der Schritt für Schritt gegangen werden kann.

 

Wenn du merkst, dass dich genau dieser Punkt berührt –

das Gefühl, dich selbst ein Stück verloren zu haben und langsam wiederzufinden –

dann findest du in unserer Rubrik „Verlust & Neubeginn“ weitere Texte, die dich genau in dieser Phase begleiten.

 

Viele Frauen beginnen genau hier, ihre eigene Geschichte neu zu verstehen und manchmal beginnt genau an diesem Punkt etwas Neues:

nicht sofort Hoffnung – erst einmal wieder ein Gefühl von Boden. 

Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem sich etwas verschiebt.

Nicht, weil plötzlich alles klar ist. Weil du beginnst, dich selbst wieder mitzunehmen.

 

Wenn du merkst, dass dein Nervensystem gerade Halt braucht,

kann es hilfreich sein, dir bewusst einen Raum dafür zu geben.

 

Hier findest du eine Übersicht über alle aktuellen Regulationsräume bei Praxis Liebenswert.

 

 

Vielleicht musst du nicht alles auf einmal verstehen

 

Du kannst diesen Artikel lesen wie einen Weg.

Nicht alles muss heute klar sein.

Manchmal reicht ein Gedanke, der sich etwas ruhiger anfühlt als vorher.

FAQ: Wiederholte Fehlgeburten & medizinische Klarheit

 

Ab wann spricht man von wiederholten Fehlgeburten?

 

Von wiederholtem Schwangerschaftsverlust (RPL) spricht man, wenn eine Frau zwei oder mehr Schwangerschaftsverluste erlebt. In Deutschland orientieren sich viele Definitionen traditionell an drei aufeinanderfolgenden Fehlgeburten, gleichzeitig kann eine Abklärung je nach Situation schon früher sinnvoll sein (z. B. Alter, Zeitdruck, Vorgeschichte).

 

Was sind die häufigsten Ursachen für mehrere Fehlgeburten?

 

Häufig spielen chromosomale Veränderungen im Embryo eine Rolle – das Risiko steigt mit dem Alter der Eizellen. Weitere Ursachen können Gebärmutterveränderungen (z. B. Septum, Myome, Polypen, Verwachsungen), Gerinnungs-/Autoimmunfaktoren (z. B. APS), hormonelle Faktoren (v. a. Schilddrüse), selten genetische Faktoren eines Elternteils und in manchen Fällen männliche Faktoren (z. B. DNA-Fragmentierung) sein.

 

Welche Diagnostik ist nach zwei Fehlgeburten sinnvoll?

 

Das hängt von deiner Vorgeschichte ab. Häufig startet man mit einer guten Gebärmutterdiagnostik per Ultraschall, einem APS-Screening und der Schilddrüsenabklärung. Entscheidend ist weniger „alles testen“, sondern die richtigen Tests in sinnvoller Reihenfolge und jemand, der die Ergebnisse im Gesamtbild interpretiert.

 

Was ist das Antiphospholipid-Syndrom (APS) und warum ist es so wichtig?

 

APS ist eine Autoimmun-Gerinnungsstörung, die das Risiko für Fehlgeburten erhöhen kann. Sie gehört zu den Diagnosen, die man nicht übersehen will, weil sie Konsequenzen für die Behandlung und Schwangerschaftsüberwachung haben kann.

 

Können auch männliche Faktoren eine Rolle spielen?

 

Ja. In der Forschung wird der männliche Beitrag zunehmend differenziert betrachtet, z. B. über Spermien-DNA-Fragmentierung. Wichtig: Das ist keine „Schuldfrage“, sondern kann helfen, das Bild zu vervollständigen, wenn sonst keine klare Ursache erkennbar ist.

 

Was bedeutet „unerklärte“ wiederholte Fehlgeburt?

 

Dass trotz guter Diagnostik keine einzelne eindeutige Ursache gefunden wird. Das ist häufig... und belastend. „Unerklärlich“ bedeutet aber nicht „hoffnungslos“. Dann geht es um evidenzbasierte Schritte, gute Begleitung, Timing, und einen Plan, der tragbar bleibt.

 

Sind Immunologie-Panels (NK-Zellen, Zytokine, HLA-Matching) sinnvoll?

 

Viele Tests sind verfügbar, aber Verfügbarkeit ist nicht gleich Nutzen. Gute Zentren ordnen ein, wo die Evidenz stark ist und wo nicht, damit Frauen nicht in teure Umwege geraten. Wenn du dazu recherchierst: Achte darauf, ob eine Quelle sauber zwischen gesichertem Wissen und Hypothesen trennt.

 

Wann kann eine zweite Meinung oder Behandlung im Ausland sinnvoll sein?

 

Zum Beispiel bei Zeitdruck (Alter/Reserve), wenn du dich im System dauerhaft festgefahren fühlst, wenn bestimmte Optionen in Deutschland eingeschränkt sind, oder wenn du einen klaren, kontinuierlichen Schritt-für-Schritt-Plan brauchst. Nicht als „Trend“, sondern als passende Versorgung.

 

Warum ist emotionale Unterstützung hier Teil guter Medizin?

 

Weil wiederholte Verluste nicht nur Körper, sondern auch Nervensystem, Identität und Entscheidungsfähigkeit betreffen. Ein klarer Plan, gute Kommunikation und ein unterstützender Rahmen reduzieren Panikentscheidungen und machen den nächsten Schritt innerlich überhaupt erst möglich. Viele Frauen merken dabei erst, wie stark ihr Nervensystem beteiligt ist 

und wie sehr es Unterstützung braucht, um wieder Sicherheit zu finden.

 

 

Was sind erste sinnvolle Schritte direkt nach einer Fehlgeburt?

 

Zuerst körperliche Sicherheit (z. B. Ultraschall / Verlauf). Dann – wenn es wiederholt passiert oder Zeitdruck besteht – strukturierte Abklärung. Und ganz wichtig: emotionaler Schutz in den Wochen danach. Nicht als „Wohlfühlprogramm“, sondern als Stabilisierung.

 

 

 

Wenn du dir die medizinischen Hintergründe noch einmal in Ruhe und verständlich anschauen möchtest, findest du hier eine kompakte Einordnung:

Wiederholte Fehlgeburten:

Ursachen, die viele Frauen nicht kennen – verständlich erklärt

 

Wenn du versuchst zu verstehen, warum eine Schwangerschaft nicht geblieben ist,

triffst du oft auf viele Begriffe, aber wenig echte Klarheit.

Diese Übersicht hilft dir, die häufigsten medizinischen Ursachen einzuordnen

–ohne dich zu überfordern.

 

Chromosomale Veränderungen (Aneuploidie)

 

Das ist die häufigste Ursache für frühe Fehlgeburten.

Dabei hat der Embryo eine veränderte Anzahl an Chromosomen

und kann sich nicht weiterentwickeln.

 

Wichtig zu wissen:

Das passiert meist zufällig und ist in den meisten Fällen nicht beeinflussbar.

Es ist keine Folge von Verhalten, Stress oder „falschen Entscheidungen“.

 

 

Veränderungen der Gebärmutter (z. B. Septum, Myome, Polypen)

 

Strukturelle Besonderheiten der Gebärmutter können die Einnistung

oder Entwicklung der Schwangerschaft beeinflussen.

 

Wichtig zu wissen:

Viele dieser Veränderungen lassen sich gut erkennen

und (je nach Befund) auch behandeln.

 

Gerinnungs- oder Autoimmunfaktoren (z. B. Antiphospholipid-Syndrom)

 

Hier kann das Immunsystem oder die Blutgerinnung so verändert sein,

dass die Versorgung der Schwangerschaft beeinträchtigt wird.

 

 Wichtig zu wissen:

Diese Ursachen gehören zu den wichtigsten, die man gezielt abklären sollte,

weil sie behandelbar sein können.

 

Hormonelle Faktoren (z. B. Schilddrüse)

 

Besonders Störungen der Schilddrüsenfunktion können eine Rolle

bei wiederholten Fehlgeburten spielen.

 

Wichtig zu wissen:

Eine einfache Blutuntersuchung kann hier oft erste Hinweise geben.

 

Genetische Faktoren bei einem Elternteil

 

In seltenen Fällen kann eine genetische Besonderheit

bei einem Elternteil vorliegen, die zu wiederholten Verlusten beitragen kann.

 

Wichtig zu wissen:

Auch hier gibt es diagnostische Möglichkeiten, um mehr Klarheit zu gewinnen.

 

Männlicher Faktor (z. B. DNA-Fragmentierung der Spermien)

 

Der Beitrag der Spermien wird in der Forschung zunehmend genauer betrachtet

und kann in bestimmten Fällen eine Rolle spielen.

 

Wichtig zu wissen:

Kinderwunsch ist nie „nur Frauensache“.

Es lohnt sich, beide Seiten mitzudenken.

 

 

Was viele Frauen erst später erfahren

 

Nicht jede Ursache lässt sich eindeutig finden.

Und nicht jede Erklärung fühlt sich sofort „greifbar“ an.

 

Viele Frauen stehen genau an diesem Punkt:

Sie haben Informationen, aber noch keine innere Sicherheit.

Und genau hier beginnt oft ein zweiter, ebenso wichtiger Teil des Weges:

der Umgang mit dem eigenen Nervensystem.

 

Wenn du merkst, dass dein Körper gerade im Alarmmodus ist,

Gedanken kreisen oder sich alles angespannt anfühlt,

kann es hilfreich sein, dir bewusst einen Raum dafür zu geben.

Hier findest du eine Übersicht über

alle aktuellen Regulationsräume bei Praxis Liebenswert.

Und wenn du spürst, dass deine Fragen noch nicht ganz beantwortet sind:

 

→ Du kannst Ella hier direkt deine eigene Situation schildern

Redaktioneller Hinweis:

Das Interview basiert auf schriftlichen Antworten von Dr. Katharina Spies.

Die Aussagen wurden für diesen Artikel aus dem Englischen übersetzt und redaktionell leicht gekürzt.

Mehrere Fehlgeburten: Die häufigsten Ursachen – und warum du nicht schuld bist

Autorin: Bettina Müller-Farné - Herausgeberin des Liebenswert-Magazins

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