Irgendwann beginnt diese Suche.
Nicht laut.
Nicht geplant.
Sondern in einem Moment, in dem der eigene Körper sich nicht mehr eindeutig anfühlt... zwischen zwei Arztterminen, nach einer schlaflosen Nacht oder in einem Moment, in dem der eigene Körper sich nicht mehr eindeutig anfühlt.
Viele Frauen kennen genau diesen Zustand. Nicht nur im Kinderwunsch. Sondern auch in Phasen wie der Menopause.
Es ist kein akutes Problem. Und doch ist da etwas, das nicht mehr ganz stimmt. Und genau hier beginnt etwas, das oft missverstanden wird.
Um das besser einordnen zu können, lohnt sich ein kurzer Blick darauf, was im Körper in dieser Phase eigentlich passiert.

Was im Körper dabei passiert (für alle, die tiefer verstehen möchten)
Wenn sich der Körper in Phasen wie der Menopause verändert, betrifft das nicht nur einzelne Hormone – sondern ein ganzes Zusammenspiel von Systemen.
Vereinfacht gesagt passiert Folgendes:
→ Der Hormonspiegel verändert sich
Mit dem Rückgang von Östrogen verändert sich nicht nur der Zyklus,
es verändert sich auch die Regulation vieler anderer Prozesse im Körper.
→ Das Stresssystem wird empfindlicher
Das sogenannte Stresssystem (HPA-Achse) reagiert sensibler.
Das bedeutet: Belastungen werden schneller spürbar – körperlich und emotional.
→ Schlaf, Stimmung und Energie hängen enger zusammen
Was früher vielleicht noch kompensiert werden konnte, zeigt sich jetzt deutlicher:
Unruhe, Erschöpfung oder Reizbarkeit sind oft Ausdruck eines Systems,
das mehr Stabilität braucht.
→ Der Körper versucht, sich neu auszubalancieren
Die Menopause ist keine „Störung“, sondern eine Phase der Umstellung.
Der Körper sucht nach einem neuen Gleichgewicht und genau das
kann sich vorübergehend unsicher anfühlen.
Warum das wichtig ist:
Wenn wir verstehen, dass diese Veränderungen systemisch sind, wird auch klar,
warum es selten „die eine Lösung“ gibt.
Und warum viele Frauen beginnen, nicht nur nach Symptombehandlung zu suchen –
sondern nach einem besseren Verständnis für das,
was in ihrem Körper gerade passiert.
Und genau aus diesem Zusammenspiel heraus entsteht oft die Suche nach neuen Wegen.
Wenn der Körper keine klaren Antworten mehr gibt
Wenn diese Suche beginnt, entsteht nicht nur Unsicherheit, sondern auch ein wachsendes Feld an neuen Ansätzen und Perspektiven.
Die Menopause wird häufig als rein hormonelle Phase betrachtet. Als etwas, das sich medizinisch erklären und entsprechend behandeln lässt. Doch die Realität vieler Frauen sieht anders aus. Und genau aus diesem Zusammenspiel heraus entsteht oft die Suche nach neuen Wegen.
Die folgenden Einblicke basieren auf einem schriftlichen Interview mit Dr. Catalina Fernández de Ana Portela, einer auf medizinische Mykologie spezialisierten Wissenschaftlerin und Gründerin des europäischen Biotechnologieunternehmens Hifas da Terra.
In ihren Antworten beschreibt sie eine Erfahrung, die sich im Kontext ihrer Forschung und Arbeit immer wieder andeutet:
Viele Frauen erleben diese Phase als einen stillen, inneren Kampf.
Zwischen spürbaren Veränderungen und dem Gefühl, nicht ausreichend begleitet zu sein. Schlafstörungen. Erschöpfung. Konzentrationsprobleme. Emotionale Schwankungen.
Und gleichzeitig die Frage: Was passiert hier eigentlich gerade mit mir?
Die Suche ist kein Zufall
Wenn unser Körper keine klaren Antworten mehr bekommt, entsteht Unsicherheit. Und Unsicherheit ist kein rein gedanklicher Zustand. Sie wirkt im Nervensystem und genau hier beginnt die Suche. Nicht, weil Frauen leichtgläubig sind...weil ihr System nach Orientierung sucht.
Nach etwas, das Sinn ergibt.
Nach etwas, das sich stimmig anfühlt.
Dr. Portela beschreibt diese Entwicklung als Teil eines größeren Wandels:
Viele Frauen wollen heute nicht mehr nur Symptome „managen“, sondern verstehen, was in ihrem Körper passiert.
Das erklärt auch, warum immer mehr Frauen beginnen, sich mit neuen oder ergänzenden Ansätzen zu beschäftigen. Sie tun das nicht aus Überzeugung. Sondern aus einem Zustand heraus, in dem klassische Antworten oft nicht mehr ausreichen.
Zwischen Hoffnung und Realität
Doch genau hier entsteht ein Spannungsfeld. Denn die Suche nach neuen Wegen bringt nicht nur Möglichkeiten mit sich – sie bringt auch Erwartungen.
Ein häufiges Missverständnis, so beschreibt es Dr. Portela, ist die Vorstellung, dass es für einzelne Symptome eine schnelle Lösung geben könnte.
Ein Mittel gegen Hitzewallungen.
Eine Lösung für Schlafprobleme.
Ein Ansatz für mehr Energie.
Doch die Menopause ist kein einzelnes Problem.
Sie ist ein komplexer, systemischer Prozess, der gleichzeitig das Nervensystem, den Stoffwechsel und die hormonelle Regulation betrifft. Und genau deshalb greifen einfache Lösungen oft zu kurz.
Was wir oft unterschätzen
Was in diesem Interview deutlich wird: Die Suche nach neuen Ansätzen entsteht selten aus Neugier.
Sie entsteht aus einem inneren Zustand heraus. Aus Erschöpfung, aus Unklarheit und aus dem Gefühl, sich selbst nicht mehr ganz wiederzuerkennen.
Und genau deshalb fühlen sich viele Angebote nicht nur interessant an – sie werden plötzlich auch körperlich relevant.
Das Nervensystem reagiert.
Es sucht nach Sicherheit.
Nach Orientierung.
Nach einem „Vielleicht“.
Gerade Frauen mit einem fein abgestimmten Nervensystem nehmen diese Veränderungen oft besonders intensiv wahr.
Im Bereich Hochsensibel Leben findest du weitere Einordnungen dazu, wie sich körperliche und emotionale Prozesse gegenseitig beeinflussen können.
Neue Ansätze und wie wir sie einordnen können
Parallel zu dieser Entwicklung entstehen zunehmend neue Perspektiven in der Frauengesundheit.
Neben klassischen medizinischen Ansätzen werden auch pflanzenbasierte oder mikrobiologische Ansätze intensiver erforscht.
Das Unternehmen Hifas da Terra beispielsweise arbeitet im Bereich der sogenannten Mykotherapie (also der medizinischen Nutzung von Pilzextrakten) und hat dazu eine klinische Studie zur menopausalen Symptomatik durchgeführt.
Solche Entwicklungen zeigen, dass die Forschung beginnt, sich stärker für systemische Zusammenhänge zu interessieren.
Für das Zusammenspiel von:
- Nervensystem
- Immunsystem
- hormoneller Regulation
Und für die Frage, wie diese Systeme gemeinsam unterstützt werden können.
Interessant ist, dass viele dieser Entwicklungen nicht nur lokal entstehen, sondern international sichtbar werden. Im Bereich Liebenswert Abroad werfen wir einen Blick auf genau diese Perspektiven.
Gleichzeitig gilt:
Nicht jeder neue Ansatz ist automatisch wirksam.
Und nicht jede „natürliche“ Lösung ist automatisch sinnvoll.
Genau deshalb braucht es Einordnung.

Neue Ansätze verstehen:
Was steckt hinter Mykotherapie & Co.?
Wenn von „neuen“ oder „ganzheitlichen“ Ansätzen in der Frauengesundheit die Rede ist,
kann das vieles bedeuten.
Ein Bereich, der aktuell zunehmend erforscht wird, ist die sogenannte Mykotherapie
– also die medizinische Nutzung bestimmter Pilzextrakte.
Was dahinter steckt – vereinfacht erklärt:
→ Nutzung bioaktiver Pflanzen- und Pilzstoffe
Bestimmte Substanzen aus Pilzen (z. B. Beta-Glucane oder Triterpene) werden darauf untersucht, wie sie mit dem Immun- und Nervensystem interagieren.
→ Fokus auf das Zusammenspiel im Körper
Im Gegensatz zu rein symptomorientierten Ansätzen geht es hier oft darum,
mehrere Systeme gleichzeitig zu betrachten – etwa:
Nervensystem
Immunsystem
Stoffwechsel
→ Forschung zwischen Tradition und moderner Medizin
Viele dieser Ansätze haben ihre Wurzeln in traditionellem Wissen, werden heute aber zunehmend mit modernen wissenschaftlichen Methoden untersucht.
→ Wichtiger Unterschied: Rohstoff vs. geprüfte Anwendung
Ein zentraler Punkt in der aktuellen Forschung ist die Frage, ob nicht nur einzelne Inhaltsstoffe, sondern auch konkrete Anwendungen am Menschen untersucht werden.
Das bedeutet:
Nicht jede „natürliche“ Substanz wirkt automatisch – entscheidend ist,
wie sie eingesetzt und geprüft wird.
Warum diese Einordnung wichtig ist:
Neue Ansätze können interessante Perspektiven eröffnen.
Gleichzeitig braucht es eine klare Einordnung, um zwischen Hoffnung, wissenschaftlicher Grundlage und tatsächlicher Wirksamkeit zu unterscheiden.
Und genau hier lohnt es sich, nicht nur zu fragen „Was gibt es?“ –
sondern auch:
„Was bedeutet das für mich?“
Das Nervensystem spielt eine größere Rolle, als viele denken
Ein weiterer zentraler Punkt, der im Interview besonders deutlich wird:
Mit dem Rückgang hormoneller Aktivität verändert sich auch die Stressregulation des Körpers.
Viele Frauen reagieren in dieser Phase sensibler auf Belastung.
Schlaf wird fragiler.
Emotionale Reaktionen intensiver.
Erschöpfung spürbarer.
Die Menopause ist daher nicht nur eine hormonelle Veränderung.
Sie ist eine Phase, in der das Zusammenspiel von Körper und Nervensystem neu ausbalanciert werden muss. Und genau das erklärt, warum sich diese Zeit für viele so herausfordernd anfühlt.
Viele dieser Veränderungen lassen sich nur verstehen, wenn wir den Körper nicht isoliert betrachten – sondern im Zusammenspiel mit dem Nervensystem.
Mehr dazu findest du auch im Bereich Neuro.Liebenswert, in dem wir genau diese Zusammenhänge einordnen.
Ein leiser Wandel im Verständnis von Gesundheit
In Dr. Portelas Antworten fällt ein Begriff, der sich nicht nur auf einzelne Ansätze bezieht, sondern auf eine grundlegend andere Perspektive: eine Art „Präventionsrevolution“.
Gemeint ist damit kein einzelnes Konzept, eher ein stiller Wandel.
Weg von der Frage, wie wir Symptome möglichst effizient behandeln.
Hin zu der Frage, wie Gesundheit überhaupt entsteht und was sie langfristig stabil hält.
Interessant ist dabei, dass ähnliche Gedanken aktuell an verschiedenen Stellen sichtbar werden - auch im Gesundheitssystem, wenn auch unter anderen Begriffen.
Was sich hier andeutet, ist kein Trend.
Es ist eine Verschiebung im Verständnis von Gesundheit selbst.
Und vielleicht erklärt genau das, warum viele Frauen beginnen, anders zu suchen.
Nicht nur nach Lösungen...nach Zusammenhängen.
Wenn wir all das zusammennehmen, entsteht ein anderes Bild.
Die Frage ist nicht nur: Welche neuen Ansätze gibt es?
Vie wichtiger ist auch: Warum suchen wir überhaupt danach?
Was verändert sich im eigenen Körper?
Was verschiebt sich?
Und warum fühlt sich manches plötzlich nicht mehr so an wie früher?
Denn genau dort beginnt etwas, das oft übersehen wird:
Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Symptomen.
Sie ist ein Zustand von innerer Stimmigkeit.
Und vielleicht ist diese Suche (so anstrengend sie sich manchmal anfühlt) kein Zeichen dafür, dass etwas fehlt. Sie ist ein Hinweis darauf, dass dein System versucht, sich neu auszurichten.
Nicht schneller. Nicht perfekter. Passender.
Ein anderer Blick auf Gesundheit
Die Menopause wird sich in den kommenden Jahren vermutlich weiter verändern. Weg von einem rein medizinischen Blick. Hin zu einem Verständnis als Übergang. Nicht als Abbau...eher als Phase, in der neue Formen von Unterstützung notwendig werden.
Und vielleicht beginnt genau hier ein wichtiger Perspektivwechsel:
Nicht jede Suche muss sofort beantwortet werden. Manche muss zuerst verstanden werden.
FAQ
Was passiert im Körper während der Menopause?
Die Menopause ist nicht nur eine hormonelle Umstellung. Sie ist ein komplexer Prozess, der auch das Nervensystem, den Stoffwechsel und die Stressregulation beeinflusst.
Warum suchen viele Frauen nach alternativen Ansätzen?
Weil sie sich trotz Beschwerden oft nicht ausreichend begleitet fühlen und ihr Körper keine klaren Antworten mehr gibt.
Sind neue oder natürliche Ansätze in der Menopause sinnvoll?
Sie können ergänzend unterstützen – entscheidend ist jedoch eine realistische Einordnung und das Verständnis des eigenen Körpers.
Welche Rolle spielt das Nervensystem in der Menopause?
Das Nervensystem wird oft sensibler, wodurch Stress, Schlaf und emotionale Stabilität stärker beeinflusst werden.
Dieser Artikel ist Teil einer Reihe zur Einordnung neuer Entwicklungen in der Frauengesundheit.
Quellen & Einordnung
Dieser Artikel basiert auf einem schriftlich geführten Interview mit Dr. Catalina Fernández de Ana Portela – Biologin, Mykologin und Gründerin des Biotechnologieunternehmens Hifas da Terra.
Ergänzend wurden aktuelle Entwicklungen und Perspektiven aus der Forschung zur Frauengesundheit redaktionell eingeordnet.
Die im Artikel erwähnte Studie zu menopausalen Beschwerden wurde im Kontext der Arbeit von Hifas da Terra durchgeführt.
Für Fachpersonen und Interessierte:
Weiterführende Informationen und Studiendetails können auf Anfrage bereitgestellt werden.
Autorin: Bettina Müller-Farné - Herausgeberin des Liebenswert-Magazins
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