Wenn die tiefste Wunde keinen Ort findet
Ich habe das Ausland geliebt.
Die Sonne. Das Meer. Die Freiheit.
Und dann habe ich gemerkt:
Freiheit ist nichts wert,
wenn man sich im eigenen Körper gefangen fühlt.
Ich habe Frauen an meiner Seite erlebt,
die Tausende Kilometer von „Heimat“ entfernt Mütter wurden –
in einem Krankenhaus, das sich fremd anfühlte,
mit Stimmen, die sie nicht verstanden,
und einem Kaiserschnitt,
der viel mehr trennte als Haut.
Und ich habe gesehen, wie leise Trauer sein kann,
wenn niemand dieselbe Sprache spricht.
Wenn die Geburt dort endet, wo du fremd bist
Es ist eine Sache, einen Kaiserschnitt in Deutschland zu verarbeiten.
Aber im Ausland?
Da fehlt oft …
- die vertraute Hebamme, die zwischen den Zeilen hört
- die Freundin, die sagt: „Das war traumatisch, ich weiß“
- die Ärztin, die deine Worte nicht nur versteht, sondern fühlt
Ich habe Freundinnen weinen sehen,
die dachten, sie müssten sich zusammenreißen,
weil „man ja im Paradies lebt.“
Ja, das Meer ist schön.
Aber Schmerz hat keinen Strandzugang.
Wenn Ohnmacht nachhallt – und niemand merkt es
Hochsensible Frauen erleben Geburt intensiver –
und den Kaiserschnitt oft als abrupten Verlust von Kontrolle.
Aber wie erklärst du das, wenn Worte fehlen?
Wie sagst du, dass du immer noch im OP liegst,
obwohl du längst zuhause bist?
„Ich verstehe die Sprache nicht –
und mein Körper versteht die Geburt nicht.“
Der Schmerz bleibt stumm.
Die Trauer wird unsichtbar.
Und die Schuld setzt sich neben dich an den Küchentisch.
Der doppelte Schmerz
Geburt anders als gehofft + kein vertrautes Umfeld
= zwei Welten, die in dir zusammenkrachen
Und plötzlich fragt das Herz:
„Bin ich noch ich?“
„War ich genug?“
„Habe ich mein Baby enttäuscht?“
All diese Fragen flüstern viel lauter,
wenn niemand da ist, der sie aushält.
Ich habe damals gedacht:
Wie sollen Frauen heilen,
wenn sie keinen sicheren Boden unter den Füßen haben?
Ein stiller Raum für das, was gerade da ist
Manche Erfahrungen lassen sich nicht sofort einordnen oder benennen.
Für solche Momente gibt es den Quiet Room Herzkammer
– ein geschützter Raum zur emotionalen Selbstregulation und inneren Sammlung.
(kostenfrei, ohne Anmeldung)
Rituale – das, was uns fehlt
In Deutschland werden Geburten medizinisch gesehen.
Im Ausland oft noch als Übergang.
Ich habe beobachtet:
In Mexiko wird die Frau energetisch zurück in ihren Körper geholt
In Bali wird der erste Schrei gefeiert – auch wenn er im OP war
In Japan bekommt die Narbe Ehre, nicht Scham
Und wir?
Wir kriegen den Rat:
„Sei froh, dass das Baby gesund ist.“
Keine Frau sollte eine Geburt entschuldigen müssen.
Im Ausland beginnt die Heilung oft erst,
wenn deine Geschichte einen Raum bekommt.
Was jede hochsensible Mutter im Ausland wissen muss
Deine Trauer ist kein Luxusproblem.
Deine Gefühle sind nicht „zu viel“.
Du bist nicht undankbar,
weil du ehrlich bist.
Du bist nicht schwach,
weil du dich nach Verbundenheit sehnst.
Du bist Mensch.
Und Menschen heilen in Beziehung.
Auch auf 3.000 Kilometer Entfernung.
Für dich – weil du verdienst anzukommen
Ich habe für Frauen wie dich
eine sanfte Begleitung entwickelt:
für das Nervensystem,
für deinen Körper,
für die Wunde, die niemand gesehen hat.
Freebie:
Sanfte Heilung nach Kaiserschnitt
→ deine ersten Schritte zurück zu dir
Und bald live:
Edition HypnoReBirth – Zurück in dein Vertrauen
→ audiovisuelle Heilreise
→ im Ausland genauso wirksam
→ in deinem Tempo
→ ohne Sprachebarrieren
💛 Trag dich ein,
wenn du informiert werden möchtest:
5 Wege, wie du deinen Kaiserschnitt im Ausland sanft verarbeiten kannst
Ich habe in all den Gesprächen, Tränen und stillen Nächten etwas verstanden:
Heilung ist möglich,
wenn du wieder spürst, dass du Einfluss hast.
Diese fünf Schritte helfen – wirklich:
1️⃣ Finde eine Zeugin, nicht einen Ratgeber
Du brauchst kein „Kopf hoch“.
Du brauchst ein „Ich sehe dich“.
Eine Freundin zuhause, eine Doula online,
eine Frau in deiner Nachbarschaft –
irgendeine Person, die deine Geschichte mit dir trägt.
Heilung beginnt, wenn jemand anderes sagt:
„Das hätte niemand einfach so wegstecken können.“
2️⃣ Gib deiner Narbe eine Bedeutung
Deine Narbe ist kein Makel.
Sie ist ein Portal.
Ritualidee (sanft, im eigenen Tempo):
- Hände über die Narbe
- 3 tiefe Atemzüge
- Satz:
„Hier hat Liebe uns gefunden.“
Der Körper glaubt dir mehr,
als du selbst es dir zutraust.
3️⃣ Schaffe dir ein Stück Heimat in dir
Wenn außen alles fremd ist,
musst du dir innen einen Ort bauen,
wo du dich sicher fühlst.
Eine Decke, ein Duft, eine Affirmation, etwas:
„Ich bin hier. Ich bleibe bei mir.“
So findet dein Nervensystem zurück in die Gegenwart.
4️⃣ Ritual für die unterbrochene Geburt
Hochsensible Frauen brauchen Abschluss.
Brich die Stille:
Sprich zu deinem Geburts-Selbst:
„Du bist eine Gebärende.
Auch wenn der Weg anders war.“
Das macht aus Ohnmacht Würde.
Und aus der OP eine Geschichte, die dir gehört.
5️⃣ Sag JA zu Unterstützung
Nicht erst, wenn der Schmerz chronisch wird.
Jetzt.
Ob mit Hypnosen, Coaching, Journal-Begleitung,
oder einem Kurs wie der Pyjama Edition:
Du darfst Hilfe annehmen,
bevor du zusammenbrichst.
Schon ein kleiner Schritt verändert alles:
Plötzlich bist du nicht mehr allein mit dir.
Du musst das nicht im Ausland durchstehen
Du darfst es durchfühlen
Und du kannst diese Heilung beginnen,
noch bevor dein Baby laufen kann
und lange bevor Google dich „diagnostiziert“.
Hier ist der erste Schritt – ganz ohne Druck:
Freebie: Sanfte Heilung nach Kaiserschnitt
💛 Für deinen Körper. Für deine Seele. Für dich.
Du hast eine Geburt erlebt. Und eine Grenzerfahrung.
Vielleicht ist dein Kaiserschnitt das Mutigste,
was du je getan hast.
Vielleicht war er das Schmerzlichste.
Vielleicht beides gleichzeitig.
Und vielleicht weiß bis heute niemand,
wie viel Kraft es dich gekostet hat,
zu lächeln,
während du innerlich noch blutest.
Wenn du im Ausland bist, fehlt oft das Echo,
das deine Gefühle zurückgibt.
Deshalb habe ich dir eins gebaut.
Ein kleines Zuhause für das,
was du noch nicht sagen konntest.
Ein Raum für die Trauer,
die in einem anderen Land niemand versteht.
Ein Raum, in dem du nicht erklären musst,
warum du noch weinst.
Hier darfst du atmen.
Hier darfst du fühlen.
Hier darfst du heilen.
Vielleicht liest du diesen Text nicht zufällig.
Und vielleicht reicht Lesen gerade nicht mehr aus.
Wenn du dir einen stillen Begleitraum wünschst,
findest du ihn im Liebenswert-Mitgliederbereich.

📌 Wissensbox: Kaiserschnitt
Stille Zusammenhänge...
1️⃣ Der Körper versucht die Geburt weiterhin abzuschließen
Auch nach einem Kaiserschnitt bleibt der Geburtsreflex aktiv.
Uterus, Nervensystem und Hormonachse „wollen“ die Geburt vollenden.
Wenn das nicht möglich war → innerer Alarm bleibt an.
➡ Deshalb sind Flashbacks, Druckgefühle und Herzrasen biologisch logisch.
2️⃣ Adrenalin überstimmt Oxytocin — die Bindung leidet nicht wegen dir!
Hochsensibles Nervensystem + OP-Stress = Adrenalin-Überflutung.
Das blockiert Oxytocin, also Nähe, Weinen, Milchfluss.
➡ Kein Bonding-Problem — ein Hormonproblem.
➡ Das ist medizinisch normal, aber niemand sagt es Frauen.
3️⃣ Die Narbe speichert „abgebrochene Impulse“
Faszienforschung zeigt:
Bindungs- und Schutzinstinkte werden in Faszien mit-elektrisiert.
Eine Kaiserschnittnarbe kann deswegen:
- Gefühle triggern
- Traurigkeit freisetzen
- Bei Stress kribbeln oder ziehen
➡ Die Narbe ist nicht nur Haut — sie ist emotionales Gewebe.
4️⃣ Kaiserschnitt-Kinder spüren die Geburt später nach
Studien zeigen:
Babys, die per Kaiserschnitt geboren wurden,
holen den „Druck“ der Geburt später über…
- Schreiphasen
- intensiven Körperkontakt
- Bewegung gegen Widerstand
➡ Dein Baby arbeitet nach, was die Natur vorgesehen hatte.
(Und braucht dich, nicht Perfektion.)
5️⃣ Der Körper trauert um die fehlende „Heldinnenphase“
Die Phase, in der du aktiv gebärst,
ist für das Selbstwertgefühl tief prägend.
Wird sie unterbrochen →
muss die Identität nachreifen.
➡ Nicht Versagen, sondern biografische Lücke.
6️⃣ Hochsensible Mütter erleben im OP eine „Seelen-Dissoziation“
Wenn Wahrnehmung und Körper erschüttert werden,
kann die Seele symbolisch „aussteigen“.
➡ Deshalb fühlen viele:
„Es ist mir passiert — aber ich war nicht da.“
Das ist kein psychisches Problem,
sondern ein Schutzmechanismus deines Körpers.
Was du fühlst, ist kein Drama.
Was du fühlst, ist Biologie + Bindung + unvollendeter Übergang.
Und genau deshalb ist Heilung möglich.
Weil der Prozess weitergehen darf.
Diese Zusammenhänge basieren nicht auf medizinischen Heilversprechen, sondern auf der Erfahrung vieler Frauen,
Erkenntnissen aus Körperpsychologie und plausiblen biologischen Mechanismen.
Sie sollen dir helfen zu verstehen, warum dein Körper und deine Gefühle so reagieren, wie sie reagieren.
Jede Geburt ist individuell – und jede Heilung auch.
FAQ
Warum fühlt sich mein Kaiserschnitt an, als wäre er nicht zu Ende?
Weil dein Körper die Geburt nicht abschließen konnte.
Die Gebärprozesse waren aktiv – und wurden dann abrupt gestoppt.
Das Nervensystem sucht bis heute das „Ende“, das fehlt.
➡ Deshalb rutscht dein Körper bei Triggern wieder zurück ins OP-Gefühl.
Warum machen mir Flashbacks, Geräusche oder OP-Geruch noch Angst?
Weil dein Gehirn das Ereignis als Gefahr abgespeichert hat.
Hochsensible Nervensysteme reagieren schneller:
Geruch → Erinnerung → Stressreaktion.
➡ Das ist kein Trauma-Spleen, sondern ein präziser Schutzmechanismus.
Wieso fällt mir Nähe zu meinem Baby manchmal schwer?
Nicht, weil dir etwas fehlt.
Sondern weil Oxytocin blockiert wurde:
Adrenalin > Bindungshormone im OP.
➡ Nähe kommt nach, wenn Sicherheit wieder da ist.
Du brauchst Zeit, nicht Schuld.
Warum tut meine Narbe weh, wenn ich emotional gestresst bin?
Weil Faszien Gefühlsimpulse speichern.
Stress zieht die Narbe „zusammen“ –
als würde ein altes Kapitel wieder laut werden.
➡ Die Narbe erinnert nicht nur dich – sie erinnert mit dir.
Kann ich meine Geburt später „nachholen“?
Ja.
Hochsensibilität bedeutet:
Gefühle lassen sich nachträglich integrieren –
mit Ritualen, Hypnose, Körperarbeit und sicheren Zeuginnen.
➡ Der Prozess kann weitergeschrieben werden.
➡ Die Geburt kann nachreifen.
➡ Und du kannst ankommen.
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Autorin: Bettina Müller-Farné - Gründerin Liebenswert-Magazin
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