Warum ich meine Geburtsvorbereitung neu gedacht habe

 

Ich sage dir etwas ganz offen:

So, wie meine Geburtsedition jetzt aufgebaut ist...

genau so hätte ich mir meine Geburtsvorbereitung selbst gewünscht.

Nicht als ich schwanger war.

Eigentlich sogar schon davor.

 

Damals dachte ich, Vorbereitung auf diesen großen Moment...die Geburt meines Kindes... bedeutet:

Atmung lernen. Positiv denken. Visualisieren.

 

Heute weiß ich:

Geburt ist kein Technikthema.

Sie ist ein Nervensystem-Thema.

 

Und das verändert alles.

 

 

Was ich lange unterschätzt habe

 

In den letzten Jahren habe ich unzählige Gespräche geführt.

Mit Frauen im Kinderwunsch. Mit Schwangeren. Mit Müttern.

 

Und immer wieder tauchte eine Frage auf:

„Was, wenn ich die Kontrolle verliere?“

 

Nicht: „Wie atme ich richtig?“

Sondern: „Was passiert mit mir, wenn es intensiv wird?“

 

Und ganz ehrlich? Ich habe irgendwann gemerkt, dass klassische Geburtsvorbereitung diese Frage oft nicht wirklich beantwortet.

Sie erklärt Techniken.

Aber sie erklärt selten das Nervensystem.

 

 

Ein Wissen, das ich selbst erst später verstanden habe

 

Ein spannender, oft kaum besprochener Punkt aus der Neurobiologie:

Während der Geburt ist der präfrontale Kortex (der Teil unseres Gehirns, der für Planung, Bewertung und Kontrolle zuständig ist) herunterreguliert.

Das ist kein Fehler. Das ist notwendig.

Geburt funktioniert besser, wenn der Körper führt und der Kontrollmodus leiser wird.

 

Aber genau hier entsteht für viele hochsensible Frauen Unsicherheit.

Denn wir sind geübt im Denken.

Im Einordnen.

Im Kontrollieren.

Und plötzlich soll genau das zurücktreten?

Wenn man das nicht versteht, fühlt sich das bedrohlich an.

Wenn man es versteht, fühlt es sich biologisch sinnvoll an.

Und (das hätte ich nie gedacht...) dieser Unterschied ist riesig.

 

 

Warum ich das Thema Geburtstrauma anders betrachte

 

Ich denke schon lange über ein Programm zur Prävention von Geburtstrauma nach.

Die Umfrage dazu läuft noch.

Aber ich sehe die Antworten.

Und ich sehe vor allem eines:

Viele Frauen haben weniger Angst vor Schmerz.

Und mehr Angst vor Ohnmacht.

Das passt zu dem, was die perinatale Psychologie zeigt:

Nicht die objektive Intensität einer Geburt entscheidet darüber, ob sie belastend gespeichert wird.

 

Es ist viel mehr das subjektive Erleben von:

 

  • fehlender Orientierung
  • fehlender Wahlmöglichkeit
  • fehlender Co-Regulation

 

Studien zeigen, dass das Gefühl von Ohnmacht entscheidender für Belastung ist als medizinische Komplikationen allein.

Das ist wichtig.

Denn das bedeutet:

Prävention beginnt nicht im Notfall.

Sie beginnt im Verständnis des Nervensystems.

 

Geburtstrauma bei hochsensiblen Frauen – warum es so oft passiert und wie Heilung möglich ist

 

Was wir über Speicherung wissen und kaum jemand erklärt

 

Geburt wird vor allem implizit gespeichert.

Implizites Gedächtnis heißt:

Der Körper erinnert sich.

Nicht als Geschichte.

Sondern als Zustand.

 

Das erklärt, warum manche Frauen erst Tage später merken, dass etwas sie beschäftigt.

Oder warum andere eine intensive Geburt als kraftvoll erleben.

Der Unterschied liegt nicht in der Intensität.

Sondern in der Regulation.

Und Regulation kann man trainieren.

Nicht perfekt.

Aber bewusst.

 

Genau hier habe ich meine Edition verändert

 

Ich habe gemerkt:

Ich will keinen weiteren Hypnosekurs anbieten.

Ich will einen sicheren Rahmen bauen.

 

Deshalb habe ich meine Geburtsvorbereitung neu strukturiert.

Zuerst verstehen, wie das Nervensystem Geburt erlebt.

Dann Regulation trainieren...nicht Entspannung perfektionieren.

Und schließlich Integration ermöglichen, auch wenn etwas anders läuft als geplant.

 

Das ist kein Angstprogramm.

Es ist ein Stabilitätsprogramm.

Und ja...es enthält Hypnosen.

Aber sie sind Trainingsräume.

Keine Magie.

 

 

Was ich mir selbst gewünscht hätte

 

Ich habe drei natürliche Geburten erlebt und ich hätte mir gewünscht, dass mir jemand sagt:

„Es ist normal, wenn dein System unter Intensität reagiert.“

„Du musst nicht härter werden. Du musst dich sicherer fühlen.“

„Regulation ist wichtiger als Technik.“

 

Dieses Wissen hätte mir so viel inneren Druck genommen.

Und genau deshalb ist es jetzt Teil meines Angebots.

Nicht, weil ich plötzlich etwas verkaufen will.

Sondern weil ich gewachsen bin.

 

Das ist erst der Anfang

 

Das Thema Geburtstrauma-Prävention beschäftigt mich schon lange.

Und ich merke: Es braucht einen ruhigen, nervensystembasierten Zugang.

Kein Drama. Keine Pathologisierung.

Aber Klarheit.

Die aktuelle Version meiner Geburtsedition ist der erste Schritt in diese Richtung.

Nicht als Angstraum. Eher als Sicherheitsraum.

 

Wenn du schwanger bist und spürst,

dass du weniger Technik und mehr Stabilität brauchst,

dann findest du hier eine neue Form der Vorbereitung.

Nicht laut.

Nicht überfordernd.

Aber tragend.

Und ganz ehrlich:

Genau so hätte ich es mir gewünscht.

 

 

Wenn du dich in diesen Gedanken wiedererkennst

und dir eine Geburtsvorbereitung wünschst,

die dein Nervensystem ernst nimmt –

nicht nur deine Atmung,

dann findest du in meiner HypnoseEdition – Geburtsvorbereitung im Pyjama

einen strukturierten, ruhigen Rahmen aus Verstehen, Training und Integration.

Kein Leistungsdruck.

Kein esoterischer Überbau.

Sondern nervensystembasierte Stabilität...

auch dann, wenn Geburt anders verläuft als geplant.

→ Hier kannst du dir das Programm in Ruhe ansehen.

 

Dieser Artikel ist Teil des Themenraums „Schwangerschaft & Nervensystem“.

 

Geburtstrauma Prävention

Autorin: Bettina Müller-Farné - Herausgeberin des Liebenswert-Magazins

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