Wenn dein Nervensystem gerade nicht mehr mitmacht

Veröffentlicht am 9. Januar 2026 um 08:00

 

Über Erschöpfung, feine Überlastung und die stille Logik des Körpers

 

Manchmal fühlt es sich an, als würde nichts mehr richtig greifen.

Du funktionierst.

Du weißt viel.

Du hast reflektiert, verstanden, eingeordnet.

Und trotzdem ist da diese Müdigkeit.

Diese innere Gereiztheit.

Oder dieses Gefühl von „Ich kann gerade einfach nicht mehr.“

Viele Frauen fragen sich dann, was mit ihnen nicht stimmt.

Dabei ist die ehrlichere Frage oft eine andere:

Was hat dein Nervensystem in letzter Zeit alles getragen?

 

 

Erschöpfung ist nicht immer ein Problem...manchmal ein Signal

 

Das Nervensystem ist kein Schalter, den man ein- und ausschalten kann.

Es ist ein fein abgestimmtes System, das ständig prüft:

 

Bin ich sicher?

Bin ich unter Druck?

Muss ich wachsam sein?

 

Gerade hochsensible Frauen nehmen diese inneren Veränderungen früher wahr.

Nicht, weil sie „zu empfindlich“ sind –

sondern weil ihr Nervensystem schneller reagiert.

Erschöpfung entsteht dann oft nicht plötzlich.

Sie baut sich schichtweise auf.

Durch unausgesprochene Erwartungen.

Durch lange innere Anspannung.

Durch Entscheidungen, die viel getragen haben...auch emotional.

 

 

Warum der Körper zuerst reagiert

 

Der Kopf arbeitet mit Sprache.

Der Körper mit Empfindung.

Während der Verstand noch versucht, alles einzuordnen,

hat das Nervensystem längst entschieden, ob etwas sicher, belastend oder überwältigend ist.

 

Deshalb zeigen sich Überlastungen häufig zuerst körperlich:

innere Unruhe - Schlaflosigkeit - Enge im Brustraum - Erschöpfung ohne klaren Grund -

das Gefühl, „dünnhäutig“ zu sein...

 

Das ist kein Versagen.

Das ist Kommunikation.

Besonders in Übergangsphasen wird es spürbar

 

Viele Frauen erleben diese Form der Erschöpfung in sensiblen Lebensphasen:

 

  • im Kinderwunsch
  • während oder nach einer Schwangerschaft
  • nach einer Geburt
  • nach medizinischen Entscheidungen
  • bei Abschieden oder inneren Neuorientierungen

 

In solchen Zeiten arbeitet das Nervensystem auf Hochtouren.

Es versucht, Stabilität zu halten – auch dann, wenn innerlich vieles in Bewegung ist.

Manchmal hält es länger durch, als gut wäre.

Und meldet sich erst, wenn es wirklich zu viel wird.

 

(Lese-Tipp: Fertility Abroad – wenn Kinderwunsch im Ausland dein System überfordert)

 

Nicht jede Erschöpfung braucht eine Erklärung

 

Ein häufiger Reflex ist, sofort verstehen zu wollen:

 

Warum ist das so?

Was muss ich ändern?

Wie bekomme ich das weg?

 

Doch nicht jede Reaktion des Nervensystems lässt sich durch Denken lösen!

Manche brauchen zuerst etwas anderes:

Sicherheit. Entlastung. Regulation.

Einen Moment, in dem nichts entschieden werden muss.

In dem der Körper spürt: Ich darf loslassen.

Für einen Augenblick.

Erst danach wird wieder klarer, was wirklich wichtig ist.

 

 

✧ In Ruhe vertiefen

 

Wenn du merkst, dass dein Nervensystem gerade viel trägt, findest du unter „In Ruhe vertiefen“ ausgewählte Begleitungen für sensible Übergänge.

Leise.

In deinem Tempo.

Ohne Anspruch, etwas sofort verändern zu müssen.

 

Für Tage,

an denen du einfach nur landen musst

 

Manchmal braucht dein Nervensystem keine Lösung.

Sondern einen ruhigen Moment, in dem es nicht kämpfen muss.

→ Hier sind drei Quiet Rooms (je ca. 6 Minuten):

 

• Wenn das Warten dein Herz müde macht (Kinderwunsch, Zyklen, Hoffnung & Erschöpfung)

• Wenn du schwanger bist und Angst hast (Unsicherheit, Überforderung, innere Unruhe)

• Wenn dein Körper nicht mehr kooperiert (Kontrollverlust, Beckenendlage, medizinische Wege)

 

Kurz. Sanft. Ohne „du musst…“.

Mit optionalen Journaling-Impulsen zum Nachspüren.

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