Über feine Signale, innere Unruhe und die leise Intelligenz des Nervensystems
Es gibt Phasen im Leben, in denen der Kopf alles verstanden hat –
und der Körper trotzdem nicht zur Ruhe kommt.
Du hast nachgedacht. Abgewogen. Erklärt.
Und doch ist da dieses Ziehen. Diese Unruhe.
Dieses Gefühl von „Irgendetwas stimmt...aber ich kann es nicht benennen.“
Gerade hochsensible Frauen kennen diesen Zustand gut.
Nicht, weil sie „zu viel fühlen“.
Sondern weil ihr Nervensystem mehr wahrnimmt, als Worte fassen können.
Der Körper denkt anders als der Kopf
Der Körper arbeitet nicht logisch.
Er rechnet nicht. Er argumentiert nicht.
Er reagiert.
Auf Erfahrungen.
Auf Erwartungen.
Auf unausgesprochene Hoffnungen und alte Spannungen.
Besonders in sensiblen Lebensphasen – Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Verlust, Neubeginn – meldet sich diese innere Intelligenz oft deutlicher als sonst.
Manche Frauen spüren das als Druck im Brustraum.
Andere als Unruhe im Bauch.
Oder als Erschöpfung, obwohl „eigentlich alles okay ist“.
Das ist kein Zufall.
Und es ist auch kein Zeichen von Schwäche.
Hochsensibilität ist keine Überforderung – sondern Tiefe
Ein hochsensibles Nervensystem filtert weniger weg.
Es nimmt feiner wahr.
Und reagiert früher.
Das bedeutet nicht, dass etwas „falsch“ ist.
Im Gegenteil: Es ist ein Hinweis darauf, dass dein Körper versucht, dich zu schützen, zu orientieren oder auf etwas aufmerksam zu machen, das noch keinen Namen hat.
Viele Frauen versuchen dann, noch mehr zu verstehen.
Noch mehr zu analysieren.
Noch mehr zu lösen.
Und genau hier entsteht oft die eigentliche Erschöpfung.
Je nach Lebensphase zeigt sich diese innere Wahrnehmung ganz unterschiedlich.
Die spirituelle Bedeutung von unerfülltem Kinderwunsch
Hochsensibilität in der Schwangerschaft: Was wirklich dahintersteckt
Seelenreise durch den Kaiserschnitt - Spirituelle Perspektiven für hochsensible Frauen
Manchmal braucht es keine Antwort – sondern Sicherheit
Nicht jede innere Spannung möchte erklärt werden.
Manche wollen zuerst reguliert werden.
Ein ruhiger Atem.
Ein Moment von Boden.
Ein Gefühl von „Ich bin gerade sicher.“
Erst dann kann sich klären, was wirklich wichtig ist.
Deshalb arbeiten viele Frauen nicht mehr nur über den Kopf, sondern über sanfte körperliche Zugänge: Wahrnehmung, Atem, innere Bilder, Stille.
Nicht als Technik.
Sondern als Einladung.
Wenn du diesen Raum suchst
Bei Praxis Liebenswert findest du verschiedene Artikel, die sich genau diesen Übergängen widmen. Zwischen Denken und Fühlen, zwischen Wissen und Körperwahrnehmung.
Und für Momente, in denen Lesen zu viel ist, gibt es stille, kurze Begleitungen:
Ella’s Quiet Rooms – ruhige Räume zum Ankommen, Durchatmen und Regulieren.
Ohne Ziel. Ohne Erwartung. Ohne Leistungsanspruch.
Manche Frauen nutzen sie einmal.
Andere kehren immer wieder zurück.
Beides ist richtig.
✧ In Ruhe vertiefen
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Körper gerade mehr spricht als dein Kopf,
findest du unter „In Ruhe vertiefen“ ausgewählte Angebote und Begleitungen
für sensible Lebensphasen.
Leise. Ohne Druck. In deinem Tempo.
Weiterlesen:
Was Hochsensibilität NICHT ist
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Kostenlose Unterstützung für (hoch)sensible Frauen
Autorin: Bettina Müller-Farné - Gründerin des Liebenswert-Magazins
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