Mutterschaft als Dauer-Überforderung? Erfahre, wie Hochsensibilität dahinterstecken kann – und was dir jetzt Frieden und Stärke schenkt.
Du bist Mama.
Dein Kind ist längst kein Baby mehr – vielleicht 6 oder 7 Jahre alt.
Eigentlich sollte jetzt mehr Ruhe einkehren, oder?
Doch statt Entlastung fühlst du dich innerlich durchgeschleudert.
Chaotisch. Überfordert.
Manchmal fragst du dich sogar:
„Warum bringt mich schon dieses eine Kind so an meine Grenzen?“
„Andere schaffen das doch auch ... was stimmt nicht mit mir?“
Wenn du dich hier wiedererkennst: Du bist nicht allein.
Viele Frauen erleben genau das und oft steckt ein unsichtbarer Faktor dahinter,
den sie selbst noch nicht kennen: ihre besondere Sensibilität , oft Hochsensibilität.
Denn wenn du sensibler auf Reize, Erwartungen und Emotionen reagierst, ist Mutterschaft kein „Selbstläufer“. Sie trifft dich tiefer, fordert dich stärker heraus und kann sich manchmal anfühlen wie ein permanenter Ausnahmezustand.
Aber genau in diesem Gefühl liegt auch ein Schlüssel:
- zu mehr Selbstverständnis,
- zu innerem Frieden,
- und zu einem bewussten Ankommen in deiner Mutterrolle.
(Lese-Tipp: Was Hochsensibilität NICHT ist)
Ein rückblickendes Geburtsritual – Ankommen in deiner Mutterrolle
Vielleicht spürst du es: Irgendetwas fehlt.
Damals, bei der Geburt, warst du so überwältigt, dass du dich nie wirklich willkommen geheißen hast – in deiner neuen Rolle als Mutter.
Gerade hochsensible Frauen erleben Geburt oft intensiver, aber auch chaotischer.
Manches bleibt wie ein offener Kreis, der nie geschlossen wurde.
Genau dafür kannst du dir mit einem kleinen Ritual heute Raum schenken.
✨ So geht’s: Dein Geburtsritual zum Nachholen
-
Bereite dir einen besonderen Moment
Zünde eine Kerze an. Nimm dir bewusst 15 Minuten Zeit, in denen niemand dich stört. -
Rückblick
Stell dir vor, du bist wieder in dem Moment, als dein Kind geboren wurde.
Sage leise:
„Damals wurde nicht nur mein Kind geboren – auch ich wurde geboren. Ich als Mutter.“ -
Brief an dein früheres Ich
Nimm ein Blatt Papier und schreibe an die Frau, die du damals warst:- Danke ihr für ihren Mut.
- Erkenne ihre Angst an.
- Sag ihr, was du heute, Jahre später, über ihre Stärke weißt.
-
Annehmen & Ganzwerden
Lege die Hand auf dein Herz und sprich einen Satz, der dich stärkt:
„Ich nehme mich jetzt an – mit all meiner Sensibilität, mit all meinen Grenzen, mit all meiner Stärke.“ -
Abschluss
Lösche die Kerze bewusst oder lass sie abbrennen. Stell dir vor, wie der offene Kreis sich schließt und du jetzt vollständig in deiner Rolle angekommen bist.
Dieses Ritual schenkt dir ein Gefühl von Ganzheit und Frieden.
Es hilft dir, dein sensibles Mutterherz nicht als Schwäche, sondern als Geschenk zu sehen.
Wenn du dich fragst, ob vielleicht Hochsensibilität der Grund für dein inneres Chaos ist:
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❓ Häufige Fragen
1. Warum überfordert mich schon ein Kind so sehr?
Jede Mutter erlebt Mutterschaft anders. Doch wenn dich schon ein Kind extrem fordert, könnte Hochsensibilität ein Grund sein. Hochsensible Frauen reagieren stärker auf Reize, Erwartungen und Stimmungen ... das macht den Familienalltag intensiver. Es bedeutet nicht, dass du „zu schwach“ bist, sondern dass dein Nervensystem sensibler arbeitet.
Wenn dein Nervensystem gerade nicht mehr mitmacht: Hier beginnt die Entlastung.
2. Kann man erst Jahre nach der Geburt merken, dass man hochsensibel ist?
Ja, absolut. Viele Frauen erkennen ihre Hochsensibilität erst dann, wenn die ersten Stressphasen vorbei sind – z. B. wenn das Kind älter wird und sie plötzlich spüren, wie erschöpft und chaotisch sie innerlich sind. Oft fällt erst dann auf: „Ich ticke einfach anders.“
3. Was bringt mir ein Geburtsritual, wenn die Geburt schon Jahre her ist?
Ein rückblickendes Geburtsritual kann sehr heilsam sein. Es hilft dir, symbolisch in deiner Rolle als Mutter anzukommen und den offenen Kreis zu schließen. Selbst wenn dein Kind 5, 7 oder 10 Jahre alt ist – du kannst dir diesen Moment nachträglich schenken und so Frieden mit dir selbst finden.
4. Wie merke ich, ob ich hochsensibel bin?
Es gibt einige typische Merkmale: du reagierst stark auf Geräusche, Stimmungen und Erwartungen, brauchst mehr Rückzug, fühlst dich schnell überreizt und empfindest tief. Wenn du dir unsicher bist, mach den kostenlosen HSP-Test – er gibt dir eine erste Orientierung.
5. Wie hilft mir der „7-Tage-Familiencode“ konkret?
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Dieser Artikel wurde verfasst von Bettina Müller-Farné, Herausgeberin des Liebenswert Magazins.
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