Warum lassen sich viele hochsensible Frauen bewusst mit der Kinderplanung Zeit?
Ich wusste immer, dass ich irgendwann einmal ein Kind haben wollte.
Aber eben nicht sofort.
In meinem Kopf gab es eine klare Abfolge:
erst reisen, etwas erleben, beruflich etwas aufbauen, vielleicht nochmal den Partner wechseln – und dann, wenn „alles passt“, Mutter werden.
(Spoiler: diesen absolut perfekten Zeitpunkt gibt es irgendwie nie …)
Später Mutter werden – warum Hochsensible bewusster entscheiden
1. Das Bedürfnis nach Selbstsuche
Hochsensible Frauen haben oft einen starken inneren Kompass. Sie wollen erst verstehen, wer sie selbst sind, bevor sie Verantwortung für ein Kind übernehmen.
2. Die vielen Fragen im Kopf
- Ist er wirklich der richtige Partner für ein Familienleben?
- Bin ich überhaupt für das Muttersein gemacht?
- Was, wenn ich überfordert bin?
Diese Fragen sind nicht oberflächlich – sie sind Ausdruck einer tiefen Reflexion, die viele andere gar nicht stellen.
3. Das Bedürfnis nach Erfahrungen
Reisen, lernen, Projekte starten, sich ausprobieren. Viele Hochsensible spüren: Ich muss erst meine Welt erleben, bevor ich die Welt für ein Kind öffne.
4. Der Wunsch nach Sicherheit
„Wenn ich Mutter werde, will ich, dass es sich wirklich richtig anfühlt.“
Dieser Satz beschreibt die Haltung vieler hochsensibler Frauen. Sie wollen bewusst, traumasensibel und vorbereitet in die Mutterschaft starten.
Warum der perfekte Moment für ein Kind eigentlich nie kommt …
Ganz ehrlich? Ich habe so lange geplant, verschoben, überlegt.
Und irgendwann war ich da: bereit oder zumindest ein bisschen bereit genug.
Denn: Ganz „fertig“ fühlt man sich nie.
Heute weiß ich: Meine Hochsensibilität war keine Bremse.
Sie war mein Versuch, Sicherheit und Klarheit zu schaffen, bevor ich Mutter werde.
Aber sie hat den Weg auch verlängert.
(Lese-Tipp: Was Hochsensibilität NICHT ist )
Wissenschaft trifft Lebenserfahrung
Studien zeigen: Hochsensible Menschen verarbeiten Informationen tiefer.
Sie analysieren, reflektieren, stellen mehr „Was wäre wenn“-Fragen.
Das bedeutet: Entscheidungen dauern länger.
Aber – wenn sie getroffen werden, sind sie meist bewusster und stabiler.
Genau das erklärt, warum viele hochsensible Frauen später Kinder bekommen...nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie bewusster wählen.
Die Kehrseite
Doch während wir planen, denken, prüfen …
tickt die biologische Uhr.
Und die Gesellschaft macht Druck: „Wird’s nicht langsam Zeit?“
Das kann zu innerem Stress führen und Stress ist der größte Feind des Kinderwunschs.
Mehr Orientierung rund um Kinderwunsch & Nervensystem findest du hier.
Fazit
Viele hochsensible Frauen lassen sich bewusst mehr Zeit mit der Kinderplanung
– aus Selbstschutz, aus Sehnsucht nach Klarheit, aus dem Wunsch nach Tiefe.
Das ist kein Fehler, sondern Ausdruck ihrer Sensibilität.
Doch der richtige Moment ist nie perfekt.
Was zählt, ist dein Vertrauen – in dich, deinen Körper, deinen Weg.
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