Zweite Geburt nach Kaiserschnitt: VBAC, Ängste & neue Sicherheit

Erneute Schwangerschaft nach Kaiserschnitt..

 

...über Mut, Heilung… und zweiten Chancen

Wieder schwanger… aber das Herz zittert noch

 

Du sitzt auf dem Badezimmerboden.

In deiner Hand ein Schwangerschaftstest, der lächerlich schnell zwei Striche zaubert.

Kuckuck! sagt das Leben.
Und in deinem Bauch: ein Feuerwerk aus Glück.
Und daneben: vielleicht ein Erdbeben aus Angst.

 

Die Gedanken schießen:

„Was, wenn das wieder so schlimm wird?“

„Kann ich diesmal ein Baby bekommen, wie ich es mir wünsche?“

„Bin ich überhaupt gemacht für diese Geburtssache?“

 

Und dann… dieser eine Satz, der durchs Herz rauscht:

„Mein Bauch heilt schneller als meine Seele.“

Niemand sieht deine Narbe unter dem Hosenbund.
Aber du spürst: da ist eine Geschichte in dir, die noch keinen runden Punkt hat.

Und weißt du was?
Dass du trotzdem wieder Ja gesagt hast zum Leben?
Das ist heldinnenhaft. ❤️

Hochsensible Frauen fühlen intensiver –
und lieben trotz allem tiefer.

 

Ob dein Kaiserschnitt dich damals überrollt hat
oder eine bewusst getroffene Entscheidung war –
beide Wege können ein Fragezeichen im Herzen hinterlassen:

„Wie wird es beim nächsten Mal?“

Vielleicht wolltest du stark sein.
Vielleicht wolltest du sicher sein.
Vielleicht wolltest du einfach nur,
dass dein Baby gut auf die Welt kommt.

Und jetzt, wo du wieder schwanger bist,
spürst du:

Da ist eine Geschichte in mir, die weitergehen will.

Hier beginnt deine Reise zurück in deine Gebärkraft —
egal, welcher Plan damals stand und welcher Plan diesmal steht. 💛

Was der Kaiserschnitt in dir hinterlässt ...und warum das normal ist

 

Ein Kaiserschnitt ist keine „Abkürzung“ der Geburt.
Er ist oft eine Notbremse.
Und Notbremsen hinterlassen Spuren.

Physisch? Klar.
Aber das Nervensystem erinnert sich noch viel genauer.
Denn bei hochsensiblen Menschen ist jeder Reiz ein Großereignis.

Geburt ist eine große Welle.
Deine Welle wurde unterbrochen.

 

Was eigentlich passieren wollte:

Dein Körper öffnet Türen.

Dein Baby drückt sich seinen Weg ins Leben.

Deine Hormone gehen in die Champagnerlaune.

Dein Gehirn sagt:
„Ich habe das geschafft!!! Ich bin eine Göttin!!!“

 

Was passiert ist:

Alarm – Licht – Fremde Hände – Skalpell – Ohnmacht

 

Und dein Körper denkt heute noch:

„Moment. Wir waren doch mitten drin?!”

 

➡ Du bist nicht traumatisiert, weil du schwach bist.
➡ Du hast Trauma, weil es stark war, was du erlebt hast.

 

Dein Körper hat etwas zu Ende zu bringen – und das ist gut so.

Die größten Sorgen beim zweiten Kind 

 

 „Geschieht das wieder…?“

 

Diese Frage stellen alle, die etwas Schweres erlebt haben.

Die Wahrheit:

Heute hast du Wissen. Heute hast du eine Stimme. Heute hast du mitzureden.

Sicherheit bedeutet: dieses Mal bist du beteiligt.

 „Kann ich mein Kind auf natürlichem Weg auf die Welt bringen?“

 

Ja: Nach einem Kaiserschnitt ist eine Spontangeburt (VBAC – vaginal birth after caesarean) in den meisten Fällen möglich, wenn Mutter und Kind gesund sind und keine Kontraindikationen vorliegen.

 

Die aktuellen Daten sagen:

Erfolgsrate: 60–85 %
→ abhängig von individuellen Faktoren

Dein Körper hat die Fähigkeit dazu, die Rahmenbedingungen machen den Unterschied.

 

Fakten, die dir Kraft geben:

Viele Frauen gebären beim zweiten Mal vaginal.

Die Gebärmutter ist heilungsfähig!

Dein Körper erinnert sich an die Gebärkraft.

Und:
Es geht nicht darum, gegen den Kaiserschnitt zu sein.
Sondern für deine Selbstbestimmung.

 

Empfehlungen in Deutschland & Spanien

 

  • Deutschland:
    Leitlinien betonen individuelle Beratung, VBAC hat oft weniger Komplikationen als ein geplanter erneuter Kaiserschnitt.

  • Spanien:
    Protokolle empfehlen mindestens 18 Monate Abstand zur ersten Sectio
    und sind zurückhaltender bei Einleitungen.

 

In beiden Ländern gilt:
Eine VBAC ist eine sichere Option, wenn man dich ernst nimmt und gut begleitet.

 

Das Hauptrisiko heißt:

Uterusruptur – wenn die alte Narbe nachgibt
→ Wahrscheinlichkeit: ca. 0,5–1 %
→ sehr selten schwerwiegend
→ deshalb engmaschige Überwachung (z. B. CTG)

 

Wichtig: Risiko = kein Panikgrund
Es ist genau deshalb medizinisch begleitet

 

Wann VBAC nicht empfohlen wird

 

  • klassischer Längsschnitt statt Querschnitt
  • vorherige Uterusruptur
  • Plazenta praevia
  • mehr als zwei Kaiserschnitte
  • Intervall < 12 Monate seit letzter OP

Hier ist ein geplanter Kaiserschnitt meist die sicherste Entscheidung.
Und auch das kann eine heilende Geburt sein.

 

Du musst keine Heldin spielen.
Du darfst eine informierte Königin sein. 👑

Sprich mit deiner Ärztin / deinem Arzt —
und bring dein Herz und deine Fakten gemeinsam an den Tisch.

 

 

Diese medizinischen Infos sind wichtig.
Aber sie erzählen nicht deine innere Geschichte.

 

Denn die eigentliche Frage lautet:

Fühlt sich mein Körper diesmal frei an,
um in seine Gebärkraft zu gehen?

Und da beginnt deine Heilung.
Da beginnt deine zweite Chance. ✨

 

Hochsensible Wahrheit: Du bereitest keine Geburt vor. Du bereitest Sicherheit vor.

 

Hochsensibilität bedeutet oft:

Schmerz wird stärker bewertet

Geräusche fühlen sich größer an

Kontrolle zu verlieren ist existentieller

Dein Körper hat ein Frühwarnsystem.
Es heißt Neuroception:
Das Gehirn scannt permanent:

„Sicher oder Gefahr?“

 

Geburt = Ausnahmezustand
= Nervensystem-Event!

Deshalb wirken Hypnosen, Rituale und klare Abläufe bei HSP-Frauen zehnmal besser als Standard-„Atme und entspann dich“-Tipps.

 

Du brauchst nicht Mut – du brauchst Sicherheit.
Und die kannst du trainieren.

VBAC – Wenn die Geburt ihre Geschichte weiterschreibt

 

Stell dir vor:
Die Geburt ist ein Buch.
Beim ersten Mal hat jemand einfach das letzte Kapitel abgerissen.

Beim zweiten Mal sagst du:

„Ich schreibe mein Ende selbst.“

Und das Ergebnis?

Vielleicht vaginal. Vielleicht nochmal Kaiserschnitt. Vielleicht „Plan B, der perfekt wird“

Aber der Unterschied:

Du bist die Autorin.

Deine Gebärmutter hat nichts verlernt.
Sie hat Wut im Muskel – und die ist Kraft. 😉

„Ich gebäre – in Liebe, nicht in Angst.“
Das ist dein neuer Leitsatz.

 

Redaktionstipp – Für Frauen, die sich bewusst für den Kaiserschnitt entscheiden

Selbstbestimmte Geburtsvorbereitung endet nicht bei der OP-Planung.
Wir haben bei Praxis Liebenswert eine Kaiserschnitt-Edition entwickelt:
für innere Ruhe, einen liebevollen OP-Moment und hoffnungsvolles Bonding danach.

Sich sicher fühlen ist keine Option – es ist ein Recht.

 

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Heilimpulse & Rituale, die du JETZT beginnen kannst

 

Damit deine neue Geburt vorab erfolgreich werden kann:

 

Hypnose gegen OP-Rückblenden

→ Angst-Kreis unterbrechen
→ Oxytocin aktivieren

Narbenritual

→ Narbe als Portal
→ Nicht Erinnerung an Verletzung, sondern Erinnerung an Mut

Bonding-Repair

→ „Ich war nicht da“ transformieren in:
„Ich bin jetzt da.“

Körperübungen für die Gebärmutter

→ Beckenbalance schafft Geburts-Motorik

Journaling für Identitätsheilung

 

Frage:
„Was braucht die Mutter, die ich beim ersten Mal war?“

 

Jede Übung ist ein Stück Selbstführung.

 

Die leise Wahrheit: Du darfst dir diesmal mehr gönnen

 

Du musst dich nicht erneut durchbeißen.

Beim ersten Mal wolltest du stark sein.
Und du warst es.

Beim zweiten Mal willst du du selbst sein.
Und genau das darfst du.

💛 „Ich verdiene eine geburtsheilende Vorbereitung.
Ohne Rechtfertigung.“ 💛

Dein neues Kapitel beginnt genau jetzt

 

Du bist nicht dieselbe Frau wie beim ersten Mal.
Du hast überlebt.
Gewachsen.
Geliebt.
Und wieder Ja gesagt.

Das ist die Definition von Mut.

Nicht angstfrei sein.
Sondern mit Angst lieben.

 

🔒 Redaktionelle Notiz – Neue Liebenswert-Edition in Arbeit


Wir entwickeln gerade eine geburtsunterstützende Edition für Frauen nach Kaiserschnitt.
Mit Hypnose, Ritualen und Tools, die dein Nervensystem stärken.
Damit die nächste Geburt dir gehört.

💛 Wenn du darüber informiert werden möchtest,
trag dich unverbindlich auf die Warteliste ein.

 

Dieser Mini-Guide könnte dir jetzt guttun:

Sanfte Heilung nach Kaiserschnitt – kostenfrei

 

 

 

FAQ – Erneute Schwangerschaft nach Kaiserschnitt

 

Kann ich nach einem Kaiserschnitt wieder natürlich entbinden?


Ja. Für viele Frauen ist eine vaginale Geburt beim zweiten Kind möglich
(VBAC = vaginal birth after cesarean).
Entscheidend dafür sind Sicherheit, Vorbereitung und eine Betreuung,
die deinen Wunsch ernst nimmt.

 

Ist die Narbe ein Risiko für die zweite Geburt?


Die meisten Narben sind stabil und halten die Wehen ohne Probleme aus.
Wichtiger als die Narbe ist dein gesamtes Wohlbefinden
– körperlich, emotional und hormonell.
Stressfrei gebären stärkt den Körper mehr als Angst.

 

Wie bereite ich mich nach Kaiserschnitt gut auf die zweite Geburt vor?


Am stärksten wirken Tools, die dein Nervensystem regulieren:

  • Hypnose & Atemarbeit
  • Geburts-Nachreifung
  • sanfte Narbenmassage
  • körperorientierte Übungen fürs Becken

➡ Du bereitest Sicherheit vor – nicht nur eine Geburt.

 

Warum habe ich so große Angst vor der zweiten Geburt?
Weil dein Nervensystem nichts vergessen hat.
Der Kaiserschnitt ist gespeichert als:
„Plötzlich Kontrolle verloren“.

Angst bedeutet nicht, dass du schwach bist —
sie erinnert dich daran, wie stark du warst

 

Bin ich durch den Kaiserschnitt eine „schlechtere Gebärende“?


Nein. Punkt.
Dein Körper hat nicht versagt —
er hat dich gerettet.

Manchmal muss eine Heldin erst stürzen,
um zu merken, wie hoch sie fliegen kann.

 

Kann ich mein Geburtstrauma heilen, bevor das Baby kommt?


Ja — und genau das verändert die ganze nächste Geburt.
Heilung heißt nicht „vergessen“, sondern:

 „Ich trage die Erinnerung — sie trägt mich nicht mehr.“ 

 

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Autorin: Bettina Müller-Farné, Gründerin des Liebenswert-Magazins

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