„Ich müsste mich eigentlich ausruhen,
aber dafür habe ich gerade keine Kraft.“
Diesen Satz höre ich erstaunlich oft.
Von Frauen, die stark sind.
Verlässlich.
Mitdenkenden.
Die alles zusammenhalten.
Und genau deshalb geraten Pausen für sie oft in ein Dilemma:
Pause fühlt sich an wie Aufgabe...nicht wie Regeneration.
Dieser Beitrag gehört zum Ressort Digitale Begleitformate – für Momente, in denen Lesen allein nicht reicht und ein stiller Rahmen hilft.
Resilienz ist kein Persönlichkeitsmerkmal ...sondern ein biologischer Zustand
In der öffentlichen Debatte wird Resilienz oft missverstanden.
Als mentale Stärke.
Als „Ich komme mit allem klar“.
Die neuere Stress- und Resilienzforschung zeigt jedoch etwas anderes:
Resilienz ist keine Eigenschaft,
sondern ein dynamischer Zustand des Nervensystems.
Wenn wir es mal ganz einfach ausdrücken:
Resilient ist nicht, wer viel aushält,
sondern wer zwischen Aktivierung und Erholung wechseln kann.
Dieser Wechsel heißt in der Neurobiologie: Flexibilität.
Hochsensible Mütter leben häufig im Dauer-Aktivierungsmodus
Gerade hochsensible Mamas haben oft ein besonders fein eingestelltes Stresssystem:
- sie registrieren mehr Reize
- sie reagieren schneller
- sie übernehmen emotional Verantwortung
Studien zur Stressverarbeitung zeigen: Menschen mit hoher Sensitivität kehren langsamer in den Erholungsmodus zurück, wenn keine bewusste Unterbrechung stattfindet.
Das Problem ist also nicht: „Du bist zu empfindlich.“
Viel mehr: Dein Nervensystem bekommt zu selten ein klares Entwarnungssignal.
(Lese-Tipp: Was Hochsensibilität NICHT ist)
Warum „kurz hinsetzen“ keine Pause ist
Ein überraschender Befund aus der Resilienzforschung: Passive Pausen (Handy, Scrollen, Serien)
senken den Stresspegel weniger zuverlässig als gedacht.
Der Grund: Das Nervensystem braucht Orientierung, nicht Ablenkung.
Wirksame Pausen haben drei Merkmale:
- Begrenzung (Anfang & Ende sind klar)
- Körperliche Rückmeldung (Atmung, Sinneseindruck, Haltung)
- Symbolischen Abschluss (etwas ist jetzt nicht mehr dran)
Ohne diese drei Elemente bleibt das System innerlich „auf Standby“.
Das ist der Ort, an den du gehen kannst, wenn dein Körper nicht mehr mitmacht.
Ein kaum bekannter Resilienz-Faktor: Selbstschutz
Ein spannender, wenig besprochener Aspekt aus der psychologischen Resilienzforschung:
Menschen mit stabiler Resilienz verfügen über innere Schutzbilder.
Keine positiven Affirmationen.
Klare innere Grenzen, einfache mentale Symbole, wiederkehrende Rituale der Abgrenzung.
Diese Schutz-Narrative wirken wie mentale Filter: Sie reduzieren nicht die Anforderungen,
aber sie reduzieren die Durchlässigkeit für Überforderung.
Für hochsensible Mütter ist das entscheidend.
Pause ist kein Luxus...sie ist ein Regulationsimpuls
Wenn Frauen sagen: „Ich habe keine Zeit für Pausen“
meinen sie oft: „Ich habe keinen Raum, um innerlich loszulassen.“
Genau hier setzen strukturierte Pausenformate an: nicht als Wellness,
sondern als Regulationseinheit.
Kurze, klare, wiederholbare Abläufe:
- ein Einstieg
- ein Schutzmoment
- ein Abschluss
Das Nervensystem liebt Wiederholung.
Es lernt nicht durch Einsicht.
Es lernt durch Erfahrung.
Wenn Lesen nicht reicht und Pause geführt werden muss
Viele Frauen wissen längst:
„Ich müsste besser auf mich achten.“
Was fehlt, ist nicht Erkenntnis.
Ganz ehrlich? Es ist die Übersetzung in den Alltag.
Digitale Begleitformate können hier eine Brücke sein:
- kein Termin
- kein Coaching
- kein Durcharbeiten
Alltagstauglicher = ein klar definierter Pausenraum,
der Sicherheit gibt, statt neue Anforderungen zu stellen.
Ein Beispiel für ein solches Begleitformat
Für hochsensible Mamas, die sich im Alltag selbst verlieren, wurde ein digitales Resilienz-Begleitformat entwickelt, das genau diesen Mechanismus nutzt:
- ein strukturiertes Workbook mit klaren Schritten
- zwei geführte Visualisierungen zur emotionalen Entlastung & Abgrenzung
- ein Duftanker-Ritual zur schnellen Rückkehr in den Schutzmodus
Nicht als Therapie.
Nicht als Leistungsprogramm.
Sondern als Reset-Impuls für das Nervensystem.
Hinweis: Dieser Artikel enthält eine redaktionelle Verlinkung zu einem eigenen digitalen Begleitformat.
„Power durch Pause“ richtet sich an hochsensible Mamas, die Verantwortung tragen und dabei nicht verschwinden möchten.
Für wen Pausenformate wirksam sind und für wen nicht
Sie sind hilfreich für Frauen, die:
- viel Verantwortung tragen
- sich selbst oft zuletzt spüren
- emotionale Erschöpfung erleben, ohne „krank“ zu sein
- konkrete, alltagstaugliche Schutzstrategien suchen
Sie sind nicht gedacht für:
- schnelle Motivation
- Selbstoptimierung
- „Mehr schaffen mit weniger Schlaf“
Resilienz entsteht nicht durch Härte.
Sie entsteht durch Unterbrechung.
Nicht jede Pause ist wirksam.
Aber jede wirksame Pause ist geführt, begrenzt und schützend.
Manchmal ist genau das der Moment,
in dem eine Frau nicht stärker wird...
sondern wieder bei sich ankommt.
Dieser Beitrag gehört zum Ressort Digitale Begleitformate
– für Momente, in denen Lesen allein nicht reicht und ein stiller Rahmen hilft.
Autorin: Bettina Müller-Farné - Herausgeberin des Liebenswert-Magazins
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